„Meeting Point – Turmbergterrasse“

23 Sep
^sl und ^nj in schickem gelben Gewand

^sl und ^nj in schickem gelben Gewand

„Die erste Praktikumswoche – viele neue Gesichter, Eindrücke und Begriffe. Schon nach ein paar Tagen hat mich das Stadtgeburtstagsfieber voll erwischt. Die Vorbereitungen für den kommenden Festivalsommer laufen aber nicht nur im Team KA300 auf Hochtouren. Auch auf dem Durlacher Turmberg sind die Bauarbeiter fleißig am Werk. Denn pünktlich zum Stadtgeburtstag soll die neue Aussichtsterrasse am Turmberg fertig sein…“

(^sl)

Ihr wollt wissen, was Sandy auf dem Turmberg gemacht hat und warum sie dabei eine wunderschöne gelbe Weste anhatte? Dann bitte einmal folgen…und zwar zum neuen, kunterbunten Team KA300-Blog!

Ob das wohl gut geht…?

8 Sep

„Do you want to increase your rate of success? Then double your rate of failure“ (Brian Tracy)

The Creative ProcessDie nächste Ausgabe des Wissenschaftsfestivals EFFEKTE wird nicht nur gut, sondern auch ehrlich! Endlich plane ich mein lange gehätscheltes Gedankenkind, die „Galerie des Scheiterns“ für Juni 2015. Warum immer so tun, als liefe im Leben, und auf der Suche nach neuen Erkenntnissen, alles glatt? Die besten – und wohl die meisten – Innovationen, Entdeckungen, künstlerischen Leistungen sind deswegen entstanden, weil einer nicht aufgegeben hat, obwohl es zunächst (mit Verlaub) Scheiße lief. Der Erfindung der Glühbirne gingen missglückte Versuche mit Tausenden falscher Kohlefaserfäden voraus. Irgendwann war sie dann da, die elektrische Beleuchtung, und hat unser aller Leben von Grund auf verändert. „Ein Misserfolg war es nicht“ meinte Edison selber dazu, „denn wenigstens kennt man jetzt 2000 Arten, wie ein Kohlefaden nicht zum Leuchten gebracht werden kann.“

Was zeichnet uns Menschen aus in unserer Eigenschaft, uns aufzurappeln? Neudeutsch nennt man das „Resilienz“, die Fähigkeit mit Frustration und Rückschlägen umzugehen. Und warum wird die Pleite, die doch zu unser aller Leben dazugehört, stigmatisiert und so gerne totgeschwiegen? Langsam entwickle ich mich zur Scheiterologin, lese massenhaft Bücher, Artikel und Blogposts zum Thema und hoffe, bei aller Affinität zu den ganzen ermutigenden Botschaften, schon, dass es nicht abfärben möge, dass ich nicht auch scheitere mit meinem Projekt, meiner Karriere, meiner Beziehung. Keiner wünscht sich, auf die Schnauze zu fallen, so sehr kann man das Scheitern nicht philosophisch verbrämen. Aber: sich einer neuen Sicht auf die Dinge schulen, das kann man durchaus.

Versuchen, nicht den Wert seiner ganzen Person in die perfekte Umsetzung einer Diplomarbeit zu legen, oder sich fertig zu machen wenn man beim Marathon „nur“ den 2. Platz belegt. Regelmäßig zurückschauen in der Zeit und entdecken, wofür der Lauf der Dinge doch am Ende gut war. Oder ganz abstrakt, anerkennen, dass es nur unsere Lesart, unsere Erwartungshaltung ist, die einem neutralen Handlungsresultat den Stempel „Erfolg“ oder „Pleite“ aufdrückt. Das machen nur wir, der Welt ist alles gleich.

Im Vorjahr haben wir mit der „Show des Scheiterns“ einen Aufschlag gemacht, dieses Mal will ich in einer kleinen Ausstellung am letzten Juni-Wochenende diesen Fragen zusammen mit unseren Gästen nachspüren. Hier laden dann nicht nur witzige und interaktive Exponate und Programmpunkte zum Verweilen, sondern auch euer konkreter Input wird gebraucht. Kann ja nicht sein, dass nur ich hier den Murx produziere… aber mehr dazu später!

(^ap)

K@rlsruhe oder 72 Luftballons

7 Aug
01001011 01000000 01110010 01101100 01110011 01110010 01110101 01101000 01100101 (Hilfe bei der Entschlüsselung der Bildunterschrift gibt's übrigens hier: http://www.thematrixer.com/binary.php)

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Am 3. August 1984, also vor 30 Jahren, wurde die erste E-Mail in Deutschland empfangen und zwar an der Universität Karlsruhe, dem heutigen KIT. Um dieses Jubiläum angemessen zu feiern, war natürlich auch eine außergewöhnliche Aktion nötig. Meine Aufgabe war es diese umzusetzen. Was ich für diese Aktion benötigte? 36 Studenten und 72 Ballons in Form von Einsen und Nullen. Es stellte sich allerdings als ziemlich schwierig heraus, 36 Studenten innerhalb kürzester Zeit während der Semesterferien zu organisieren. Dank der großen Unterstützung des  Teams haben wir es trotzdem gemeistert.

Aber was macht man mit 36 Studenten und 72 Ballons in Form von Einsen und Nullen? Man erstellt eine Botschaft. Wie das geht? Mit dem Binärcode. Denn alles was in der digitalen Welt passiert basiert auf Einsen und Nullen. Jeder PC, jedes Handy und eben auch jede E-Mail die versendet wird, funktioniert mit Einsen und Nullen. Bringt man die 36 Studenten mit jeweils zwei Ballons in die richtige Reihenfolge, entsteht auch so eine Botschaft. Wenn man dann noch eine Postkarte anbringt und die Ballons fliegen lässt,  verbreitet man eine Nachricht, fast wie bei einer E-Mail. Der einzige (klitzekleine) Unterschied, es dauert etwas länger bis die Nachricht ankommt und man weiß nicht wer der Empfänger sein wird…

(^as)

#Europaplatz #dailypic

18 Jul Europaplatz_Baustelle

Wir haben ja das gaaanz große Glück, dass unsere Büros direkt am Europaplatz liegen. Ja, DER Europaplatz. Mit Straßenbahnknotenpunkt, Primark-Touristen, Straßenmusikanten und natürlich jeder Menge Bauarbeiten. Das alles änderte sich schlagartig Anfang Juni, als der Platz temporär gesperrt wurde, um die Gleise von der einen auf die andere Seite umzulegen und ihm langsam aber sicher wieder sein „altes“ Aussehen zu verleihen. Das inspirierte mich zu folgendem Tweet:

Und siehe da: viele konnten das tatsächlich noch! Besonders interessiert am Baufortschritt auf dem Europaplatz zeigte sich vor allem unser Follower @dwarfplanet. Seinen häufigen Nachfragen ist es zu verdanken, dass sich aus dem ersten Bild schnell eine kleine Reihe entwickelte: #dailypic #Europaplatz

Um auch den Nicht-Twitter-Nutzern einen Blick auf diese hochprofessionell (hust) geschossenen Kleinkunstwerke (hust hust) zu ermöglichen,  gibt’s hier noch einmal alle Bilder am Stück und in Farbe.

Dem aufmerksamen Leser wird sicherlich nicht entgangen sein, dass sich dieses Schild schon öfter auf die #dailypics gemogelt hat. Wer mir sagen kann, wie oft, bekommt einen Smiley sowie eine Nahaufnahme des guten Stücks (sofern es denn bis dahin noch nicht abgeholt wurde…).

So, das waren erst einmal alle Bilder. Wir bleiben aber natürlich weiterhin an der Sache dran, denn die Causa #Europaplatz ist noch lange nicht abgeschlossen. Denn mit dem Haltestellenbau und vor allem mit dem Eintreffen des Tunnelbohrers kommen noch spannende Zeiten auf uns zu🙂
Folge uns auf twitter und sei immer einer der ersten, der die neuen Bilder sieht!😉

(^fp)

7 Fakten über Fußball in Karlsruhe, die du noch nicht wusstest

25 Jun
Sepp Herberger - leider kein Karlsruhe Fußballheld. Macht nix, wir haben auch so schon genug :-)

Sepp Herberger – leider kein Karlsruhe Fußballheld. Macht nix, wir haben auch so schon genug🙂

  1. 1963: Der KSC ist eines der 16 Gründungsmitglieder der Fußball-Bundesliga (okay, das wusstest ihr wahrscheinlich schon…schnell weiter zu Nummer 2)
  2. Freiwillige vor! Das erste Wildparkstadion und die dazugehörigen Sportplätze wurden 1922 von freiwilligen Helfern errichtet. Nach der Fusion von FC Phönix und VfB Mühlburg wurde das Stadion allerdings zu klein und musste ausgebaut werden. Übergeben wurde es übrigens vom damaligen OB Günther Klotz (der mit dem „Mount“).
  3. Der KSC ist eine echte Talentschmiede: Zahlreiche Fußballlegenden haben sich auf Karlsruher Rasen einen Namen gemacht, darunter der Torwarttitan Oli Kahn, WM-ARD-Moderatoren-Sidekick Mehmet Scholl und Jens Nowotny (Hand hoch: Wer kennt ihn noch?). Auch der Manager der Deutschen Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, hat Karlsruher Blut in den Adern (danke @martin_fa für den Hinweis!). Und Jogi Löw (DER Jogi Löw) hat den KSC 1999 fast eine ganze Saison lang trainiert, nur „fast“, denn 17 Niederlagen in 18 Spielen sorgten für seine frühzeitige Entlassung (danke @dwarfplanet für den Tipp)
  4. Swinny: So hieß das erste Maskottchen des KSC. Auf den Fuchs folgte 2006 das Wildschwein Willi Wildpark, natürlich mit der Rückennummer 94 (wer mir sagen kann, wieso, gewinnt einen dicken smiley unter seinem Kommentar)
  5. Spricht man über die Karlsruher Fußballgeschichte, darf ein Name nicht fehlen: Winfried Schäfer. Er war zunächst Spieler beim Karlsruher SC und wurde 1986 Trainer des Clubs. Unter ihm stieg der KSC in die Bundesliga auf und hatte einige erfolgreiche Auftritte im UEFA Pokal (7:0 gegen den FC Valencia!). Nach 12 Jahren (eine der längsten Amtszeiten im deutschen Profifußball) wurde er als Trainer entlassen. Zuletzt engagierte er sich in der Ettlinger (!) Lokalpolitik und trainierte die Nationalmannschaft von Jamaika.
  6. Er war der Mann, der den ersten Fußball nach Karlsruhe brachte: Walther Bensemann. Dank seines (schweizerischen!) Balls fand 1889 das erste Karlsruher Fußballspiel statt, im Schulhof des heutigen Bismarckgymnasiums. Das Spiel verlagerte sich schnell auf den Engländerplatz. Hier gründete der 16-Jährige bald darauf zusammen mit Schulkameraden den „Karlsruher International Footballclub“. Aus ihm entwickelte sich der „Karlsruher Fußballverein“. Im Laufe der Jahre gründete Bensemann weitere Vereine und Ligen und nahm schließlich 1900 an der Gründungsversammlung des Deutschen Fußballbundes teil. Bald darauf wurde er DFB Präsident. Damit nicht genug: 1920 gründete er die erste deutsche Fußballzeitschrift den „KICKER“. Und wer war auf dem Titelbild der ersten Ausgabe? Der Karlsruher FV und die Karlsruher Kickers!
  7. Die älteste bekannte Filmaufnahme eines deutschen Fußballspiels stammt …. tadaa: aus Karlsruhe! Am 1. März 1910 trat der Phönix Karlsruhe gegen den Karlsruher FV im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft an. Mit dabei rund 8.000 Zuschauer und ein Kameramann, der ausgewählte Minuten des Derbys aufnahm. Fragmente dieses Films tauchten erst vor kurzem in London wieder auf. Ein Sensationsfund, schließlich hat der Film 104 Jahre und zwei Weltkriege überstanden! Gewonnen hat das Derby übrigens der spätere Meister Karlsruher FV mit 2:1.

Habt ihr weitere unglaubliche, spektakuläre und spannende Fakten über Fußball in Karlsruhe? Dann ab damit in die Kommentare. Denn unnützes Fußballwissen kann man zu WM-Zeiten schließlich nie genug haben🙂

(^fp)

Mit der Draisine zur „Goldmedaille“

29 Mai

Jubiläum DraisschuleNicht schlecht staunte ich am 22. Mai beim 50-jährigen Schuljubiläum der Draisschulen im Stadtteil Mühlburg wie elegant und geschmeidig sich zwei Schüler auf einer Draisine durch die Besuchergruppen schlängelten. Dieses Fahrgerät sieht man schließlich nicht alle Tage auf Karlsruhes Straßen und so war ich doch überrascht, wie gut die beiden Schüler mit dem Gefährt umgehen konnten. Da es auch bei unserem Stadtjubiläum im nächsten Jahr beim traditionellen Karlsruher Draisinenrennen ein Wiedersehen mit diesen außergewöhnlichen Flitzern geben wird, wollten wir uns die neusten Testfahrten natürlich nicht entgehen lassen.

Fachmännischen Rat gab Rolf Huber von der Historischen Radsportgruppe: „Es kommt darauf an, dass man seinen Oberkörper auf die Draisine legt und immer den Kontakt mit dem Fahrgerät hält“, weswegen es auch beim Stadtjubiläum genug Zeit geben wird diese Fahrtechnik, die sich doch sehr vom Fahrradfahren unterscheidet, zu trainieren und zu perfektionieren. Dies hat beim Jubiläumsfest der Draisschulen schon sehr gut funktioniert: Stoppuhren wurden gezückt und Bestzeiten unterboten. Für die Fahrversuche wurde jedem Teilnehmer sogar eine kleine „Goldmedaille“ überreicht.

Jubiläum Draisschule1Wenn sich die Sportler genauso gut schlagen, wie die Kinder der Draisschulen, dann stehen uns im nächsten Sommer spannende Rennen bevor. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf die Draisinen im nächsten Jahr wieder in Aktion zu sehen.

(^lb)

„Wir waren dabei!“ – B2RUN 2014

28 Mai

Wir haben der Unwetterwarnung getrotzt. Uns durch Regen und Wind zum Treffpunk „vorm nackten Mann beim KSC Stadion“ gekämpft und ein 6 Kilometer Überholmanöver vollzogen.

UnbenanntHeute, knapp eine Woche nach dem B2RUN 2014, sind die Wunden geleckt, der Muskelkater vergessen und das Vorhaben meiner Kollegin, mit dem Rauchen aufzuhören, umgesetzt. Verdrängt haben wir das etwas fragwürdige Warm-up Programm der Fitness-Tante am Mikrophon durch die leicht übersteuerten Lautsprecherboxen.


(Unser Zieleinlauf beginnt in Minute 1:23)

Fazit: Unser B2RUN StadtmarkeTeam ist vollständig und gut gelaunt ins Ziel gekommen – alle unter 40 Minuten *yeah! Das Lauftraining hat sich vollends ausgezahlt. Dafür haben wir uns auf der riesigen Stadionfläche bei der Suche nach Bananen, Medaillen und alkoholfreiem Weizen verloren und auch nach 20- minütiger Suche nicht wiedergefunden – erst wieder am nächsten Tag im Büro.

(^dm)

9 Erkenntnisse zum Klärwerk

16 Mai

„Ich war noch niemals in – einem Klärwerk“. Zugegeben, New York klingt etwas verheißungsvoller, doch nach der Baustellenführung im Karlsruher Klärwerk vor zwei Wochen, kann ich nun nicht nur singen „Ich war schon mal in einem Klärwerk“, sondern auch – für manche vielleicht überraschend, für mich selbst definitiv – hinzufügen: „Subber wars!“.

Etwas skeptisch war ich zugegebenermaßen schon, als ich mich auf den Weg in das Klärwerk Karlsruhe gemacht habe. „Da stinkst bestimmt“, war im Übrigen nicht nur meine erste Assoziation. In der Pressemitteilung im Vorfeld der Führung hatte ich geschrieben „Zähne putzen, Duschen, Toilettenspülung betätigen, Wäsche waschen, Kochen und Trinken – rund 130 Liter Wasser verbraucht jeder von uns durchschnittlich am Tag. Doch was passiert mit dem Wasser, nachdem es im Abfluss verschwunden ist?“ – und genau das wollte ich nun herausfinden: Was passiert mit dem Wasser?
Der Weg ins Klärwerk führte uns vor die Tore Karlsruhes und zwischenzeitlich hatte man das Gefühl, im „middle of nowhere“ gelandet zu sein, denn außer Wald nichts gewesen. Auch einen ersten Eindruck, wie groß das Areal ist (Erkenntnis 1: riiieeesseennn groß!) konnte ich mir machen. Hier eine Luftaufnahme:

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Überraschende Erkenntnis Nummer 2 bei der Ankunft: Es stinkt – zumindest momentan noch – nicht!
Nach und nach trudelten die weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein – eine Mischung aus Fachexperten (denen die chemischen Prozesse, die in der Führung erklärt wurden, mehr als vertraut waren), Laien (wie ich) und Wiederholungstäter, die ein Klärwerk schon mal von innen gesehen hatten.

Bilder HTC 4254

Mit schickem Kopfschmuck und in modisches gelb gehüllt ging´s dann los.

Die beiden Führer waren richtig toll, das bescheinigte uns auch ein Teilnehmer im Nachgang der Führung: „Ich möchte an dieser Stelle auch die unheimlich stark ausgeprägte Kompetenz der beiden Männer loben, die diese Führung heute durchgeführt haben. Die Begeisterung für ihren Job ist zu spüren und steckt an.“

Bilder HTC 3889

erster Stopp war ein Gruppenraum, hier erwarteten uns ganz viel Infos zum Klärwerk

Und so war es tatsächlich. Mir qualmte nach dem rund 1-stündigen Input und Wörtern wie Ammoniumstickstoff, Nitrifaktion und Schlammflocke zwar der Kopf, doch der Führer verstand es dank seiner rhetorischen Fähigkeiten bestens, alle zu begeistern: vom Laien bis zum Superprofi.

Auch wie das Wasser gereinigt wird, nämlich in einem dreistufigen Prozess (Erkenntnis 3), „mechanische Reinigungsstufe, erste biologische Reinigungsstufe und zweite biologische Reinigungsstufe“ wurde uns erläutert.

 

Bilder HTC 3913neu

Theorie bestanden, nun der praktische Teil: alle dem Führer hinterher.

An insgesamt fünf Baustellen (Erkenntnis 4: Im Klärwerk wird an unterschiedlichsten Ecken gebaut) machten wir Station und wurden über die umfangreichen Baumaßnahmen, die noch bis 2020 dauern (Erkenntnis 5: Die Bauarbeiten im Klärwerk dauern also noch ein Weilchen) informiert.
Wer bei der Theorie gut aufgepasst hatte, konnte nun seine Kenntnisse anwenden: Bei dem Becken handelt es sich um ein Zwischenklärbecken.

 

Wen wir hier beobachten – Mann in schwarz. Was der da macht: Tauchen. Und das nicht just for fun (Klärwerks-Tauchen ist also noch kein neues Trend-Hobby – gut so, finde ich ;-)) sondern berufsmäßig. Er kümmert sich um Wartungs- und Reparaturarbeiten.

Bilder HTC 4263
Dieses schmucke Gerät sorgt nun in einem zweiten Schritt, dem sogenannten Sandfang dafür, dass sich die Fließgeschwindigkeit des Abwassers so verringert, dass sich alle mineralischen Bestandteile wie Sand und Kies absetzen.

Bilder HTC 3937

Und weiter ging´s –untermauert mit Skizzen wurde erläutert, wo das Geld (Erkenntnis 6: Insgesamt 100 Million Euro sind für die Umbaumaßnahmen angesetzt) investiert wird.

Bilder HTC 3946

 

Zu guter Letzt dann noch die Wendeltreppe hinauf. Hoch oben hatte man nicht nur einen guten Überblick über einen kleinen Teil des Areals, sondern konnte sich aus nächster Nähe einen Eindruck von der so genannten Tropfkörperberieselung machen.

Bilder HTC 3951neu

Dies ist Schritt zwei der biologischen Reinigungsstufe und verstärkt mittels Bakterien (Erkenntnis 7: Bakterien machen das Wasser klar!), sogenannten Nitrifankten, den Reinigungseffekt.  Auch diese Anlage soll im Zuge der Umbaumaßnahmen erneuert werden.

Bilder HTC 3950

Nach rund 3 Stunden – angesetzt waren 1,5 Stunden, auch dies spricht für die Begeisterung unserer beiden Führer für ihren Job – waren wir wieder an unserem Treffpunkt. Erkenntnis 8: Subber wars! Besonders toll fand ich, dass wir neben den 5 Baustellen im Klärwerk auch einen allgemeinen Einblick in die Arbeit des Klärwerks bekommen haben.
Und dass dies die Meinung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer war, zeigte nicht nur der Applaus am Ende der Führung, sondern auch die Mail von Alex, die uns nach der Führung ereilte:

„Die Idee des Stadtmarketings, Baustellenführungen anzubieten ist einfach super. Natürlich ist man von den Baustellen in Karlsruhe genervt: Man kommt nicht weiter, muss Umwege gehen und da gibts ja noch den Lärm. Baustellen sind aber nicht nur schlecht, Baustellen bedeuten auch: Technologie, Bewegung, Fortschritt und Faszination. Man sieht Baustellen wieder in einem anderen Licht und ist wieder auf die faszinierende Wirkung sensibilisiert.“

Erkenntnis 9: Leider das Baustellen-Selfie, dass meine Kollegin ^FP eingeführt hat – siehe hier und hier – vergessen, damn.

 

^clh

Unter Tage

9 Mai 10

„Franziska, möchtest du mit zur Baustellenführung am Durlacher Tor?“ – ja klar wollte ich! Denn wann hat man mal die Chance, einen U-Bahn Tunnel noch lange vor der ersten U-Bahn zu betreten! Ich fuhr also gestern spontan nach der Arbeit zum Infozentrum K. Unser Baustellenführer Peter Müller („Ich heiße extra so, damit sich auch jeder meinen Namen gut merken kann.“) von der Bauaufsicht war bereits da und gab uns eine kurze Einführung in das Riesenprojekt Kombilösung, gespickt mit ein paar interessanten Fakten und Vergleichen:

Und dann stiefelten wir auch schon los. Am Baufeld Durlacher Tor angekommen hieß es erst mal Bauhelm aufsetzen, Warnweste an und nichts anfassen, was elektrisch sein könnte – safety first eben. Ansonsten durften wir uns erstaunlich frei bewegen, obwohl die Bauarbeiten noch in vollem Gange waren. Und Fotos machen, durften wir natürlich auch🙂

Ein erster Blick in die Tiefe...oha!

Ein erster Blick in die Tiefe…oha!

Da ist sie nun: die Tunnelöffnung. Hier wird in wenigen Monaten der Tunnelbohrer seine Arbeit aufnehmen.

Da ist sie nun: die Tunnelöffnung. Hier wird in wenigen Monaten der Tunnelbohrer seine Arbeit aufnehmen.

Apropos Tunnelbohrer:

Und wir sollten/wollten da jetzt natürlich auch runter...über diese Treppe...

Und wir sollten/wollten da jetzt natürlich auch runter…über diese Treppe…

Voller Vertrauen in das Können der Ingenieure/Arbeiter, die diese doch recht wackelige Treppe gebaut haben, stiegen wir hinab.

Voller Vertrauen in das Können der Ingenieure/Arbeiter, die diese doch recht wackelige Treppe gebaut haben, stiegen wir hinab.

Um gleich darauf festzustellen, dass orangene Stoffschuhe vielleicht nicht unbedingt die beste Wahl waren...

Um gleich darauf festzustellen, dass orangene Stoffschuhe vielleicht nicht unbedingt die beste Wahl waren…

Hier waren wir nun, ca. 30 Meter unter Straßenniveau mit freiem Blick in die zukünftige Haltestelle Durlacher Tor.

Hier waren wir nun, ca. 30 Meter unter Straßenniveau mit freiem Blick in die zukünftige Haltestelle Durlacher Tor.

Die Ausmaße der Halle und des Tunneleingangs sind einfach nur beeindruckend (und können leider auf Bildern nicht einmal annähernd dargestellt werden). Das laute Bohren und Hämmern der auch um 18:30 Uhr noch hart schuftenden Arbeiter direkt neben uns gab dem ganzen noch das gewisse Etwas, echtes Baustellen-Feeling eben. Den Versuch, dieses „Mitten drin statt nur dabei“-Feeling auf Video zu bannen, seht ihr hier:

Zurzeit werden hier so genannte Anker (über 10 Meter lange miteinander verbundene Metallstränge) in den Betonwänden verlegt, um diese zu stabilisieren und um zu verhindern, dass sich die Wände zum Beispiel später nach innen wölben. Da der Baulärm die Erläuterungen unseres Führers teilweise verschluckte, begaben wir uns nach und nach wieder nach oben. So manch einer steckte dabei als Souvenir ein Steinchen vom Tunnelboden ein…

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Als unser Fragehunger gestillt war, machte unser Führer noch ein verlockendes Angebot: Er würde – obwohl die Führungsdauer von 1,5 h schon lange überschritten war – noch nicht direkt zum K. zurück gehen, sondern einen kleinen Abstecher über die Baustelle Marktplatz machen. Wer Interesse hätte, könne gerne mitkommen. Klar hatten wir Interesse, wer sagt schon nein zu einer gratis Zugabe? Doch bevor wir uns Richtung Marktplatz bewegten, hatte ich noch schnell etwas zu erledigen…

Und hier ist es: mein nächstes Baustellen-Selfie für die Kollektion ;-)

Und hier ist es: mein nächstes Baustellen-Selfie für die Kollektion😉

Falls ihr euch übrigens fragt, wo zurzeit eigentlich der Brunnen vom Marktplatz ist: Der obere Teil ist beim Gartenbauamt eingelagert und der untere bei der Europäischen Brunnengesellschaft (was es nicht alles gibt…).

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Und dann war sie auch leider (schon) vorbei, die Baustellenführung „Kombilösung“. Zum Abschied bekam natürlich jeder noch einen leckeren Kombi-Karle-Keks.

Für alle, die jetzt Lust bekommen haben: Die Führungen zur Kombilösung sind leider schon alle ausverkauft. Es gibt aber noch viele weitere spannende Führungen. Eine Übersicht und weitere Infos dazu gibt’s auf unserer Homepage. Außerdem findet ihr weitere tolle Bilder zu Karlsruhe, der Stadt im Wandel, auf dem Baustellen-Blog von Pascal. Schaut doch mal rein!

(^fp)

Die 9. Social Media Night in Karlsruhe –in Tweets

17 Apr

Von Kackhaufen, Pizzen und dem digitalen Knigge

Social Media Night. Klappe die erste für mich. Ein kleiner Auszug meiner Highlights:

 

Erste Referentin des Abends war Claudia Hilker, Unternehmensberaterin und Social Media Multitalent (Beststellerautorin, Dozentin, Speakerin…). Sie  gab in ihrem Vortrag „Wie der digitale Handschlag gelingt“ Tipps und Tricks zum Umgang mit den Social Media Kanälen.

„Schon mal eine Bestellung an einem Tag aufgegeben und am gleichen Tag geliefert bekommen?“ – NEIN, so die einhellige Meinung des Publikums. Sicher? Und wie sieht es mit einer Delivery Pizza aus? Hochkomplex las sich im Vorfeld für mich das Thema von Philipp Kannenberg, Mitglied der Geschäftsleitung bei der gaxsys GmbH: „E- Commerce mit Händlerintegration“. Doch neben der Pizza gab’s glücklicherweise zahlreiche weitere Beispiele, eins davon Schuh Häberle versus E-Commerce.

Last but not least stellte Saskia Jancik von der Cyber Manufaktur in Karlsruhe die App „Kibunet“ vor. Eine App mit der sich Kinderbücher nicht nur illustrieren sondern auch gestalten lassen – definitiv auch eine Beschäftigung für die großen Kinder. Tweet-Wort des Publikums während des Vortrags war übrigens „Kackhaufen“…

Vor dem gemütlichen Get- together bei Brezn und Bier gab es auch noch etwas zu gewinnen – fünf glückliche Gewinner durften sich über Bücher von O’Reilly erfreuen.

Und wie war’s für mich? Toll war’s! Kurzweilig, interessant, spannend, bereichernd und auch noch sehr unterhaltsam. Wir sehen uns zur Social Media Night – Klappe die zweite. Bis dahin träume ich von einer Twitterwall in unserem Büro – die hat’s mir angetan.

(^clh)