Wollen wir Freunde sein? Ja – Nein – Vielleicht

7 Nov

Ob beim Sport, auf einer Party, in der Schule, im Studium, bei der Arbeit oder im Urlaub, die Chance neue Freunde zu finden gibt es im Grunde überall. Aber wie finde ich neue Freunde im Internet, um es genau zu sagen auf Facebook?

Seit Juni 2010 betreue ich die Fanseite „Karlsruhe – unsere Stadt“ auf Facebook. In diesem Fall suche jetzt nicht ich neue Freunde, sondern Karlsruhe. Ich wollte von Anfang an zeigen, dass wir wirklich an echten Freunden interessiert sind. Freunde, die nicht immer unserer Meinung sind, die man auch um Rat fragen kann und mit denen man gemeinsam Karlsruhe erlebt. Hinter einer Stadt stehen Leute, die hier leben, arbeiten und einfach nur Mensch sind. Das zu vermitteln ist gar nicht mal so einfach. Denn der Absender „Stadtmarketing Karlsruhe“ wird nun mal anders wahrgenommen als der Absender „Daniela“. Einem Freund vertraue ich, aber einer Institution, Organisation oder einem Unternehmen begegne ich zuerst mit Skepsis. Man sucht den Haken oder die Bedingung, die an dieses „Followship“ geknüpft ist.

Die Methode „Mit der Tür ins Haus fallen“

Du sitzt gerade am Frühstückstisch. Es duftet nach Kaffee, dein Brötchen knuspert als du die Butter drauf streichst und die Musik passt einfach wunderbar zur Sonntagsstimmung. Es klingelt. Im Moment des Öffnens bereust du bereits, dass du nicht gefragt hast, wer eigentlich rein will. Ein Mensch, den du noch nie zuvor gesehen hast, fällt dir um den Hals, schmeißt seine Jacke in die Ecke und erklärt dir „es gibt Geschenke!“. Und schwuppdiwupp hängt im Bad ein XXL-Handtuch, an der Garderobe eine rote Lorry-Bag, XXL-Tüten sowie einige Capys. Der Kühlschrank wird mit „Karlsruhe – viel vor. viel dahinter.“ Aufkleber tapeziert und deine Kaffeetasse muss der Karlsruhe-Tasse Platz machen. Zu guter Letzt streift dir dieser Mensch ein rotes T-Shirt mit XXL-Schild auf der Brust über den Kopf, setzt sich an den Frühstückstisch, nimmt sich ein Brötchen und strahlt dich an.

Ist das nicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Für mich nicht, für viele Unternehmen und Organisationen schon. Einigen Fan-Seiten auf Facebook sind vor allem möglichst hohe Fanzahlen wichtig. Da werden die Postings beworben und Fans aus dem asiatischen Raum gekauft, obwohl sie den Pinnwandeintrag nicht mal verstehen. Für mich ist das keine Option.

Und hier sind wir bei unserer Mission: Wir suchen Freunde, keine Follower! Unser Social Media Team (Franziska, Elfi und ich) saß einige Nachmittage zusammen, denn ein Mission Statement musste her, unsere Ziele im Social Web. Und die Antwort auf die Frage: Warum sollte jemand unser Freund werden?

Hier unsere Antwort:

„Weil wir Karlsruher – nein Karlsruherinnen (gender ;-)) sind. Und weil uns die Stadt, genau wie unseren Followern, am Herzen liegt. Auch wir gehen in der Mittagspause in den Schlossgarten, auch wir manövrieren täglich um die Baustellen und auch wir warten jedes Jahr gespannt auf die Bekanntgabe des Line-Ups für DAS FEST.

Wir sind gute Freunde. Nachrichten und Anfragen, die nicht beantwortet werden? Gibt es bei uns nicht. Dafür haben wir viele Tipps, die Bilder von der letzten Veranstaltung und immer die neuesten Informationen rund um unsere Stadt. Und wenn wir eine Veranstaltung empfehlen, dann nur, wenn wir sie auch selbst besuchen würden.“

Eine Freundschaft muss wachsen, Vertrauen aufgebaut werden und bestehen. Wie wäre es Karlsruhe als Freund zu haben? Ich finde, auf einen Versuch kommt es an! (dm)

Wollt ihr unser Mission Statement in voller Länge lesen? Dann klickt hier

Wir auf Facebook: Karlsruhe – unsere Stadt

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