Archive | Januar, 2013

7×7 die Zweite

28 Jan

Ich bin ja bekennender 7×7 Fan der ersten Stunde. Ich fand das Veranstaltungskonzept schon gut, noch bevor im September letzten Jahres der 7×7-Gong zum ersten Mal ertönte. Und nach der Veranstaltung war ich erst recht begeistert. Meine Begeisterung bekam auch mein gesamtes Umfeld zu spüren, inklusive der mir anvertrauten Twitter Follower und unserer Blog-Gemeinde.

Deshalb sehe ich es geradezu als meine Pflicht, hier die zweite Ausgabe von 7×7 anzukündigen und ein wenig die Werbetrommel zu rühren. Los geht‘s:

7x7x im Tollhaus Karlsruhe

Sieben mal Sieben
30.01.2013   19 Uhr
Tollhaus Karlsruhe

Sieben kreative Karlsruher haben je sieben Minuten Zeit, sich und ihr Geschäftsmodell vorzustellen. Erlaubt ist alles, von der klassischen Power-Point-Präsentation über Zaubertricks bis hin zu Musikkabarett. Einzige Regel: Wenn der Anchorman Wacker den Gong schlägt, ist die Zeit um. Das Format hat alles, was eine gute Veranstaltung braucht. Es ist unterhaltsam, kurzweilig, überraschend und sogar gratis. Die Liste der diesmaligen Teilnehmer reicht von der Bildhauerin über die Werbeagentur bis zum Liedermacher.

Weitere Infos zu allen teilnehmenden Kreativen gibt’s im 7×7-Flyer.

So, wer jetzt nicht hingeht, ist selber schuld. Es soll niemand sagen, er hätte nichts davon gewusst.

^fp

Kombi-Karles Kumpel

25 Jan

Einleitende Anmerkung

Mein Beitrag kommt leider nicht ohne Begriffe aus, die für die geneigte Leserschaft u.U. zunächst unklar oder zu umfangreich sind, um sie hier widerzugeben. Daher gibt es in meinem Text entsprechende Links, die euch weitere Informationen liefern.

Adoption

KK_linksMit Beginn meiner Arbeit im Bereich Kooperationsmarketing habe ich auch das Privileg übernommen das Maskottchen Kombi-Karle zu betreuen. Es oder besser er, ist ein Maulwurf und seit 2010 das wandelnde Wahrzeichen der Karlsruher Kombilösung. Ihn gibt es als riesiges und ganz kleines Plüschtier.

Die Betreuung des Maskottchens hat mit einem normalen Projekt wenig gemein. Vielmehr kam die Übernahme einer Adoption gleich. Zum einen liegt es am Eigenleben, das Kombi (mein Spitzname für ihn) in der Zwischenzeit entwickelt hat. Er hat u.a. ein eigenes Facebook-Profil und berichtet monatlich im Service- und Veranstaltungskalender für die Innenstadt. Zum anderen liegt es an den Reaktionen, die Kombi-Karle bei den Menschen auslöst.

Mit Kombi-Karle unterwegs

Wir haben2010 das erste „Internationale Maskottchentreffen“ veranstaltet. Eine Veranstaltung, die es so kein zweites Mal gibt. Kombi-Karle spielt dabei natürlich eine entscheidende Rolle, schließlich lädt er seine Maskottchen-Freunde aus ganz Europa ein. Das Treffen findet alle zwei Jahre im Rahmen des Karlsruher Stadtfestes statt und wir sind sogar offizieller Weltrekordhalter mit der größten Maskottchenversammlung._X2C9904

Im Vorfeld des Maskottchentreffens 2012 haben wir eine kleine Kombi-Karle Tour organisiert, bei der wir uns bei verschiedenen Veranstaltungen in Karlsruhe präsentiert haben. Darunter war das DRK-Familienfest im Karlsruher Zoo, das Draisinenrennen, das SWR4 Fest und „Karlsruhe klingt – music to go“. Über das Maskottchentreffen selbst zu berichten, würde hier den Rahmen sprengen. Aber zu erleben, was 130 Maskottchen aus einer Innenstadt bzw. ihren Besuchern machen kann ich nur jedem Empfehlen. Die nächste Möglichkeit dazu gibt es 2014.

Begegnungen

0003Die Bandbreite an Reaktionen, die ein riesiges, lebendiges Plüschtier wie Kombi-Karle bei nahezu allen Menschen auslöst ist fantastisch. Natürlich sind Kleinkinder am faszinierendsten anzusehen, wenn Ihre Mimik innerhalb kürzester Zeit von überrascht zu ängstlich, über neugierig zu strahlender Freude wechselt und sie sich am Ende nur schwer von Kombi-Karle trennen können. Aber auch Jugendliche und Erwachsene erliegen regelmäßig seinem Charme. Die Folge sind nicht enden wollende Fotosessions und Kuschelattacken.

Dass Begegnungen mit Kombi-Karle wirklich berühren können, zeigt auch die Anekdote, die mir meine Freundin berichtet hat, als sie bei einer Veranstaltung die Betreuung für Kombi übernommen hat. Die beiden trafen dabei auf eine Familie mit einem autistischen Jungen. Nach ersten zögerlichen Annäherungsversuchen, war der Junge hin und weg von Kombi. Die Mutter des Jungen war darüber völlig entgeistert, denn eine solche emotionale Reaktion hatte sie bei Ihrem Sohn gegenüber Fremden noch nie erlebt.IMG_6568

Der Kombi-Karle ist mir im letzten Jahr ans Herz gewachsen und ich freue mich schon darauf mit Ihm 2013 wieder unterwegs zu sein. Denn auch wenn es kitschig klingt, eines schafft er immer: Menschen zum Lachen zu bekommen, egal in welcher Stimmung sie vorher waren.

^df

Von der Kunst und anderen Insekten

18 Jan

IMG_4632Es geht um Insekten und es geht um Geräusche. Mit dieser etwas diffusen Vorstellung machten wir uns gestern Nachmittag auf ins Naturkundemuseum Karlsruhe. 16.30 Uhr, jetzt aber schnell bevor um 17 Uhr das Museum schließt. Wohl vertraut waren uns bereits die drei Installationsbildschirme an der Außenfassade. Die grünen Monitore mit Insekten in Großaufnahme ergänzten im Dezember bereits das Lichtkonzept der Weihnachtsstadt Karlsruhe auf dem Friedrichsplatz. Jetzt sollten wir also endlich erfahren, was sich dahinter verbirgt. Ein schnelles Erinnerungsfoto im Schnee und los ging´s.

IMG_4646Erster Stock und dann links oder rechts? Rechts standen zwar zahlreiche hellgrüne Ausstellungskästen mit Insektenimitaten und eine Ameisenkolonie, aber wir waren auf der Suche nach richtigen, lebenden Rieseninsekten. Also links. Im Raum links war eine Ausstellung gerade im Inbegriff ab- oder aufgebaut zu werden – also auch nicht unser Ziel. Verdammt wo waren die Insekten und die Geräusche? Die freundliche Museumswärterin wies uns den richtigen Weg mit folgendem Hinweis:„Der Diaprojektor der roten Sonne ist seit heute leider kaputt.“ Fragende Blicke unsererseits. „Nur, damit Sie sich nicht wundern.“ Wundern? Alles klar.

Da stehen wir nun, vor einer mit schwarzen Leinentüchern verhängten großen Tür. Ein dunkler Gang wartet auf uns. Elfi wagt den ersten Schritt.

IMG_4635Ein fast leerer Raum, licht- und schalldicht. In der Mitte hängen drei Leinwände, auf denen ein Insektenfilm läuft. Wir sehen Bänke und setzen uns erst einmal hin. Wir sind irritiert. Von dem Film, der stark vergrößerte Insekten in Zeitlupe zeigt und von den Geräuschen, die erstaunlich laut und futuristisch sind. Laut Flyer handelt es sich hierbei um ein Video-Tryptichon des Künstlerpaares <SA/JO>. Okay, und wo sind jetzt die Insekten? Wir begeben uns auf die Suche und landen in einem zweiten, komplett abgedunkelten Raum. In der Mitte steht eine Glasvitrine mit einem (toten) blauen Schmetterling darin. Wir ahnen: dieser Raum wirkt wohl erst richtig mit der roten Sonne, die aber ja leider kaputt war. Hm. Ein kurzer Rundgang im Dunkeln zeigt schnell: es gibt keinen weiteren Raum und auch keine lebenden Insekten. Also wieder zurück zum Video-Tryptichon. Unsere Irritation hält an. Wir hatten das Ganze offensichtlich falsch verstanden. 2013-01-17 16 27 43

„Solar Sonical Insects #2“ ist nicht etwa eine Naturkunde-Insekten-Ausstellung mit Geräuschen, sondern eine begehbare Mikroklang-Mikrofilm-Ereignis-Sphäre, wie uns der Flyer mitteilt, also eine Kunstinstallation, wie man sie eher im ZKM vermutet hätte. Uns wird klar: wir hätten den Flyer vorher lesen sollen. Wir setzen uns erst einmal wieder und lassen den Raum auf uns wirken. 15 Minuten lang. Und langsam dämmert uns, was uns die Künstler sagen möchten. Die Insektenfilme in Zeitlupe, die akustisch verlangsamten Geräusche, der bewegungsunfähige Schmetterling: es geht um Entschleunigung. Deshalb ist der Raum abgedunkelt und deshalb ist die Installation auch abseits vom Trubel aufgebaut. Hier soll man abschalten, zur Ruhe kommen und lernen, auch scheinbar unsichtbare und unhörbare Dinge wahrzunehmen. „Elementarisierende Entschleunigung“ nennt das der Flyer.

IMG_4644Völlig mit uns im Reinen und tiefenentspannt beschließen wir, noch die anderen attraktiven Räume des Naturkundemuseums mit lebenden und sich bewegenden Exponaten aufzusuchen. Doch die Zeit drängt, schließlich ist es schon 16.45 Uhr, nur noch 15 Minuten, bis die Pforten wieder schließen. Kaum haben wir die schwarzen Leinentücher hinter uns gelassen (auch diesmal wagt Elfi den ersten Schritt zurück, zurück in das hektische Leben), sind wir in der Realität angekommen. Es ist hell, es ist laut und ganz viele Menschen um uns herum. Wir gehen ins Reich der Fische. Und was müssen wir da sehen? Fische führen auch ein entschleunigtes Leben, ganz ohne Geräusche. Aquarien zu verstehen ist aber auch um einiges einfacher als eine Kunstinstallation zu begreifen. Jeder Besucher wird sie auf verschiedene Art und Weise interpretieren. Und jeden Besucher entschleunigt sie unterschiedlich. Zufrieden machen wir uns auf den Weg zurück ins Büro, diesmal aber langsam und…. entschleunigt. Eins ist uns jetzt jedenfalls klar: die Ausstellung „Solar. Sonical. Insects“ kann man nicht erklären, man muss sie erleben.

^eh ^dm ^fp

Die Ausstellung „Solar. Sonical. Insects“ im Naturkundemuseum Karlsruhe läuft noch bis zum 27. Januar 2013.

Aktuell könnt ihr auf Facebook Karlsruhe – unsere Stadt Karten für die Ausstellung gewinnen.

Viel reden um nichts?

15 Jan

Karlsruher Strategien für eine wirksame Wissenschaftskommunikation

Anfang Dezember in Dresden – Glühwein und Bratwurst auf dem Striezelmarkt, Dresdener Stollen, die Frauenkirche, Semperoper, … Es spricht viel für einen Ausflug in die sächsische Landeshauptstadt, gerade in der Weihnachtszeit. Doch für mich gibt es diesen Winter noch einen weiteren guten Grund – das 5. Forum Wissenschaftskommunikation. Ich freue mich auf nette Menschen, spannende Vorträge und Diskussionen.

Am erstedresden_franzi3n Tag geht es um kurz vor zwei los zum Tagungsort zur Messe Dresden. Bereits in der S-Bahn treffe ich einige bekannte Gesichter und es herrscht allgemeine Unsicherheit an welcher Haltestelle wir aussteigen müssen. Ich schließe mich der Mehrheit an doch wieder einmal zeigt sich, dass die Masse nicht immer automatisch Recht hat. Etwa 30 verwirrte Wissenschaftskommunikatoren stehen planlos auf dem Messegelände und können sich für keine Richtung entscheiden – so viel zum Thema „Wissen“…

Einen kurzen Anruf später setzt sich die Gruppe in Bewegung und die richtige Messehalle wurde dann doch rechtzeitig gefunden. Anmeldung, ein schneller Kaffee, ein, zwei kurze „Hallo! Schön Sie auch hier zu sehen“ und dann geht es auch schon los. dresden_franz1

Nach zwei kurzen Begrüßungsansprachen folgt ein sehr unterhaltsamer Einstiegsvortrag. Überaschenderweise nicht unbedingt das was ich erwartet hatte: Es geht um Rätsel, Kriminalfälle und ein mittelalterliches christliches Gemälde mit einer hyperrealistischen Darstellung der Leiche Jesus im Vergleich zu echten Leichenbildern. Neben dem ungewöhnlichen Inhalt war die Hauptthese des Vortrags aus kommunikativer Sicht: als Wissenschaftler sollte man man selbst sein („es ist ok, dass man kein Fußball spielen, kein Auto fahren und keinen Helikopter fliegen kann“) und auf sein Publikum hören.

Es folgen weitere Einführungsvorträge zu den diesjährigen drei Themengebieten:

  • Strategie und Marketing in der Wissenschaftskommunikation
  • Digital oder Analog? – Neue Formate in der Wissenschaftskommunikation
  • Vernetzungen und Kooperationen in der Wissenschaftskommunikation

und schon ist der erste Tagungstag auch vorbei. Ich könnte jetzt zu jedem Vortrag die wichtigsten Thesen und Erkenntnisse darlegen, aber bei x Vorträgen, Diskussionen, Workshops und den Gesprächen in der Kaffeepause würde eine Zusammenfassung hier definitiv den Rahmen sprengen. So viel sei jedoch gesagt, die Programmkoordinatoren haben ihr bestes gegeben, um die Themenfelder der Tagung möglichst breit abzudecken. Inhaltlich waren die drei Tage auf jeden Fall sehr informativ und es war interessant zu sehen wie andere Städte und Einrichtungen im Bereich Wissenschaftskommunikation arbeiten.dresden_franzi2

Neben dem ganzen Input und den Anregungen, ist das Wichtigste einer solchen Tagung auch das Netzwerken. Eine Erfahrung, die ich aus den letzten Berufsjahren und von vergangenen Tagungen mitgenommen habe: ungezwungener Smalltalk auf beruflicher und auch privater Ebene ist immer einfacher mit einer Tasse Kaffee, einem Glas Wein oder Sekt in der Hand!

Die Abendveranstaltungen sind die eigentlichen Places to be bei solchen Tagungen. Man entspannt sich, stößt an, tauscht sich über die anregenden oder auch nicht so anregenden Vorträge des Tages aus und schon entwickelt sich ein nettes Gespräch und ein neuer Kontakt ist geknüpft. Besonders gut ist es auch, wenn man die Gruppe ausmacht, die nach der Abendveranstaltung noch zusammen die Stadt erkunden geht. So kann man eventuell zusätzlich zu den Tagungsinhalten noch in den Genuss einer nächtlichen, privaten Stadtführung kommen, die örtliche Kneipenkultur kennenlernen und die neuen Kontakte über die Smalltalk-Ebene hinaus weiter festigen.

Nach drei sehr vollgepackten Tagen und zwei anregenden Abenden kann ich sagen, die 6-Stunden-Zugfahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es wurde viel geredet, aber definitiv nicht um nichts! ^fn

Bereit für das Battle

7 Jan

Wir sind fit, wir sind ehrgeizig und wir wollen gewinnen!

Als klar war, dass es für den ersten Platz beim 1. Karlsruher Eisstockturnier VIP-Karten für ein Zweite-Bundesliga-Heimspiel des Fußballvereins SV Sandhausen gibt, haben wir uns natürlich sofort formiert. Nach einem kurzen und intensiven Brainstorming zur Namensfindung fiel die Wahl auf „StaMa-Rutscher“. Ein netter und recht unverfänglicher Teamname, der nicht sofort unseren unbändigen Siegeswillen offenbart.

StaMa-Rutscher

Wer will unserer Herausforderer sein? Wer von euch stellt sich dem erbarmungslosen Wettkampf auf dem kalten Eis? Wer hat den Mumm in den Knochen uns entgegenzutreten? Wer?

Noch ist Zeit.

Neun Teams sind bisher mutig, wild entschlossen uns zu besiegen. Wie steht es um euch? Wagt ihr den Schritt aufs Eis? Herausforderung angenommen?  Dann jetzt anmelden!

Seid am 10. Januar ab 18 Uhr dabei, wenn auf der „Stadtwerke Eiszeit“ die Stöcke über das Eis jagen.

Wir schießen hart, aber fair!

^dm ^fn

Nachtrag:
Die StaMa-Rutscher haben sich gegen neun Gegner durchgesetzt und damit einen hervorragenden zweiten Platz errungen! Das sind doch tolle Startbedingungen für das 2. Karlsruher Eisstockturnier im nächsten Jahr 😉

^fp