Archiv | August, 2013

Wann ist eigentlich diese Sommerpause?

15 Aug

Wenn die Bürotemperatur trotz Standventilator nicht mehr unter 28 Grad sinkt, die offenen Fenster wegen der Straßenmusik dein Feind sind und du als einsamer Rufer in der Wüste deinen Dienst verrichtest, weil alles und jeder Urlaub hat, dann soll sie wohl sein, die viel zitierte „Sommerpause“. Bloß – wer genau hat sie, wie lang und warum? Über die Dauer lässt sich streiten. Die einen sagen, es ist die Zeit, in der alle Kollegen mal weg sind, also grob zwischen Juni und September. Streng genommen sei es aber die Sitzungsfreie Zeit im Rathaus, vom 25. Juli – 6. September. In der Zeit sei ja nichts los.

Kaktus

Noch etwas stachelig und mit Wachstumspotential, das Pflänzchen PLANTA.

Wir nutzen die angebliche Leere für vorbereitende Aufgaben, sodass uns nicht fad wird (gell, aw?) Mein charmantes Gegenüber und ich schwitzen buchstäblich und metaphorisch in der vermeintlich so toten Hose über der Einführung eines neuen Projektmanagement-Programms. So ein Programm ist notwendig angesichts der Vielfalt der Aktionen zum Stadtjubiläum, die wir unter einen Hut bringen müssen. Bis Jahresende muss es startklar sein, das zarte Pflänzchen PLANTA Project.

Dann soll es durch viele Kollegen gegossen und verhätschelt werden, zur Freude der Gärtner, äh, Controller, die dann jederzeit Termin- und Kostenpläne erstellen und einsehen können, Personaleinsatz überschauen und Entscheidungsprozesse dokumentieren. Schließlich wissen wir schon jetzt von rund zweihundert Projekten, die 2015 stattfinden werden, und in wechselnder Intensität ins große Ganze eingebunden werden müssen. Jede Woche erreichen uns neue Vorschläge von Bürgern oder Vereinen, die wir einloggen. Um mit dem System startklar zu werden, heißt es jetzt Basisdaten eingeben, und vor allem beim sog. „Customizing“ die ganzen Funktionalitäten der Software festlegen. Das Programm kann wesentlich mehr, als wir jemals brauchen werden. Damit Kollegen, die keine Administratoren sind und nicht vorstoßen müssen in die Sphären, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist, nicht durcheinander kommen, überlegen wir im Voraus, was man alles ausblenden kann.

Brainstorming Notizen

Irgendwann mache ich aus unseren Brainstormings zum Fachkonzept eine Collage im Hannibal-Lecter-Style. Mein Ziel ist eine Psychopathenwand im Büro. Wirre Zeitungsschnipsel über vermisste Kinder, Spuk oder Postraub zur ästhetischen Komplettierung bitte an mich schicken.

Jeder Click wird von unserer kleinen Arbeitsgruppe gedanklich durchdekliniert. Und es gibt VIELE Clicks. Unsere lieben Softwareberater brauchen gute Nerven und starken Kaffee („einen doppelten Espresso bitte“), um uns durch die Untiefen der Matrix zu führen. Ja, zu engen Freunden werden uns die Bändiger des Systems PLDASI und PLMIBU, bald sind wir zusammengeschweißt wie

Kumpels aus den Schützengräben. Viele Stunden werden investiert, um dem Programm die Form zu geben, die später wirklich zum Stadtmarketing passt. Eine sinnvolle Vorarbeit, die man dem fertigen Produkt – leider – nicht mehr ansehen wird, und schwer erklären lässt, wo doch für Außenstehende „nichts“ passiert. Für mich als Kulturmenschen erschließt sich die Denke in 0 und 1 nur langsam. Aber ich freue mich auf das Ergebnis, und auf die schönen Auswertungen, die wir dann innerhalb von Minuten erstellen können, ohne mühselig eine Handvoll unterschiedlich formatierter Excel-Listen zusammenbasteln zu müssen.

Mein Urlaub beginnt erst am 9. September, bis dahin ist alles andere als Pause. Aber: wenn die Kollegen zurück sind aus Bali oder Taka-Tuka-Land, sag ich erstmal leise „Servus“.

(^ap)

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Happy Birthday, StadtmarkeTeam Blog!

7 Aug
Foto: Ardfern Lizenz: CC BY-SA 3.0

Foto: Ardfern
Lizenz: CC BY-SA 3.0

Am Anfang stand eine Grundsatzentscheidung: gelb oder grün? Inspiriert vom sommerlichen Wetter wählten wir gelb. Blieb noch das Namensproblem. Griffig sollte er sein, kein Behördendeutsch und irgendwie sollte er auch zeigen, dass es sich um einen Mitarbeiter- und nicht um einen Unternehmensblog handelt. ^ses hatte den genialen Einfall, den Namen unseres B2Run-Teams zu verwenden. Der StadtmarkeTeam Blog war geboren!

Ein Jahr und 74 Beiträge ist das nun her. All die Zeit sind wir unserer Design-Entscheidung treu geblieben, auch wenn nicht alle vom „Tigerenten-Look“ begeistert waren.Kommentar zum Design

Auch die inhaltliche Ausrichtung hat sich nicht verändert. Von Anfang an bloggen hier Mitarbeiter über ihr „Leben im Stadtmarketing“, berichten von ihren aktuellen Projekten und erläutern unsere Social Media Strategie. Und das alles freiwillig, persönlich und vor allem ehrlich. Hier wird niemand gezwungen Lobeshymnen zu halten oder alles und jeden über den grünen Klee zu loben. Und damit jeder weiß, wer eigentlich hinter den Kürzeln steht, gibt’s auch eine nette kleine Über uns-Seite.

Aller Anfang ist schwer und so auch die Etablierung eines noch völlig unbekannten Blogs. Hinzu kam: Bis auf ^cf hatte keiner der Mitarbeiter Blog-Erfahrung. Wie also anfangen?

Teilnehmer beim Draisinenrennen 2012

Teilnehmer beim Draisinenrennen 2012

Eine Praktikantin bot sich freiwillig an und schrieb einen Beitrag über das Draisinenrennen 2012. Er erreichte fünf Klicks. Sagen wir es mal so: Da war noch Luft nach oben.

Mit der Zeit zeigten sich immer mehr Praktikanten, Volontäre, Projektmanager und –leiter interessiert am Bloggen. Im März wagte sich schließlich auch unser Geschäftsführer an seinen ersten Blogbeitrag. Mit der Zahl der Blogger erhöhte sich auch die der Beiträge und der Leser. Von den anfänglichen fünf konnten wir uns schnell auf mehrere hundert Aufrufe pro Beitrag steigern.

Ortsbegehung: Containerpool

Ortsbegehung: Containerpool

Den bisherigen Rekord hält unser Selbsttest-Beitrag „Wir haben’s getan…“. Der Bericht über unseren Containerpool-Besuch knackte zum aller ersten Mal die 1.000-Leser-an-einem-Tag-Marke.

Aus blutigen Anfängern wurden schon bald Blog-Routiniers. Wir entwickelten eigene Schreibstile, nahmen den Blog in unseren Social Media Redaktionsplan auf, experimentierten mit neuen Formaten (so erfand zum Beispiel ^dm in der Weihnachtszeit den „Vorfreude-Beitrag“, bei dem jeder kurz schreiben konnte, weshalb er sich besonders auf die Weihnachtsstadt freut – oder weshalb auch nicht) und setzten vermehrt auf crossmedia.

Schlossturmexperiment beim 298. Karlsruher Stadtgeburtstag

Schlossturmexperiment beim 298. Karlsruher Stadtgeburtstag

Bei unseren beiden sommerlichen Großevents 298. Karlsruher Stadtgeburtstag und Wissenschaftsfestival EFFEKTE konnten wir zum ersten Mal richtig zeigen, was in uns und unserem Blog so alles steckt.

Wir verwandelten ihn in eine zentrale Plattform, auf der wir neben Tageszusammenfassungen und persönlichen Berichten auch alle wichtigen Fotos, Videos, Tweets und Posts sammelten und unseren Lesern zur Verfügung stellten. Außerdem wagten wir eine Premiere und luden einen Gastblogger ein.

Das Schöne an einem Blog ist, dass er sich ständig weiter entwickelt und nie zu Ende ist. Das ist aber auch zugleich die Herausforderung eines Blogs. Zum Glück bieten die vielfältigen Themen des Stadtmarketings und unserer Arbeit Blog-Futter für viele weitere Jahre. Außerdem haben wir noch so einige Ideen für neue Formate und Gastblogger, die wir unbedingt ausprobieren wollen. Die Geschichte des StadtmarkeTeam Blogs ist also noch lange nicht zu Ende.

Abschließend seid ihr gefragt: Was gefällt euch an unserem Blog? Was kann man verbessern? Worüber würdet ihr gerne mehr erfahren? Hinterlasst doch einfach einen Kommentar oder schreibt uns via twitter oder facebook und sagt uns eure Meinung.
Wir freuen uns drauf!

(^fp)

Und monatlich grüßt der Social Media Report

2 Aug

Erzähle ich Freunden von meiner täglichen Arbeit beim Stadtmarketing, sind  die Details über unsere Social Media Aktivitäten oft der Punkt mit den großen, im Raum schwebenden Fragezeichen. Je nachdem wie kritisch mein Gegenüber ist, kommt dann früher oder später unter Garantie die Frage: „Und was bringt euch das Ganze?“ Und genau dann haben unsere Monatsberichte ihren ganz großen Auftritt. Denn damit können wir schwarz auf weiß belegen, was uns „das Ganze“ bringt.

Das Erstellen der Monatsberichte ist für unser Team bereits Routine. Das Schöne an einer Routine ist, dass diese Aufgabe sehr schnell erledigt werden kann. Man nehme einfach die Vorlage aus dem vergangenen Monat, aktualisiere die Screenshots (was würden wir nur ohne dieses praktische Tool machen?) und passe die Interpretationen und Schlussfolgerungen an.

„Okay, aber Screenshots wovon?“, denkt sich jetzt vielleicht der ein oder andere Leser, der sich bisher noch nicht mit Social Media Reporting und Controlling befasst hat. Da Wissen das einzige ist, das nicht weniger sondern mehr wird, wenn man es teilt, geben wir gerne eine Antwort. Vielleicht hat ja der ein oder andere – gerade jetzt im Sommer(loch) – ein bisschen mehr Zeit um sich „diesem Social Media“ zu widmen und ist auf der Suche nach passenden Werkzeugen.

Die Entwicklung von unserem Kanal KarlsruheTweets beobachten wir mit Hilfe von Hootsuite, Klout und Kred.
Hootsuite spuckt uns je nach gewünschtem Zeitraum die Tweets mit den meisten Klicks aus. Klout und Kred sind Online-Dienste, die die Aktivität und die Reputation von Social Media Kanälen messen. Der Klout -Wert gibt in einer Spanne zwischen 0 und 100 an, wie einflussreich der Nutzer ist. Der Durchschnittswert liegt nach Angaben der Klout-Webseite bei 40.
Kred unterscheidet zwischen zwei Größen. Der Einfluss (Influence) reicht von 0 bis 1.000 und steigt, wenn andere den Nutzer erwähnen oder ansprechen. Für die Reichweite (Outreach) werden 0 bis 12 Punkte vergeben und gibt an, wie aktiv der Nutzer selbst ist.

Wer Facebook als Seite verwendet, hat Zugriff auf umfangreiche Statistiken, die wöchentliche auch automatisch ins Postfach flattern. Sozusagen die einzige Post von Facebook, die nicht nervt, sondern dich netterweise an das Erstellen des Reports erinnern. Gefällt mir Angaben, die beliebtesten Posts, Herkunft der Fans uvm lassen sich hieraus ablesen.

Auch WordPress, das wir für unseren StadtmarkeTeam Blog nutzen, bietet im Backend ein Plugin, das automatisch „mitzählt“. Mit wenigen Klicks schauen wir uns an, wann wir mit welchem Artikel die meiste Aufmerksamkeit hatten.

Wenn wir nun alle Statistiken und Werte zusammen haben, beginnt die Analyse: Welche Themen kamen bei unseren Fans, Followern und Lesern in diesem Monat gut an? Wie kam es genau an diesem Tag zu diesem Wert? Auch ein Vergleich mit den Vormonaten ist sinnvoll, schließlich möchten wir mit den Reports herausfinden, ob wir unsere Leistung steigern konnten und wenn ja womit. Ist die Analyse fertig, folgt der wahrscheinlich wichtigste Schritt: die Schlussfolgerung. Hat man z.B. herausgefunden, dass Bilder vom Karlsruher Schloss besonders beliebt bei den eigenen Fans sind, sollte man im nächsten Monat verstärkt darauf setzen. Werden Blogbeiträge mit Social Media Tipps nur selten aufgerufen, gibt es im Internet vielleicht einfach schon genug davon und man sollte lieber über etwas anderes bloggen. Ihr, liebe Leser, habt es also in der Hand, ob wir in Zukunft öfter aus dem Social Media Nähkästchen plaudern werden.

(^vs)