Archive | Februar, 2014

Karlsruher, wo hat es euch hinverschlagen?

27 Feb

Karlsruhe ist toll! Wir haben super Wetter, den Mount Klotz, hochkarätige Kultureinrichtungen, das Schloss (und natürlich den Schlossgarten!), eine gute Wirtschaftslage, Spitzenunis, badisches Essen und und und. Die Aufzählung könnte ich noch ewig fortführen. Es gibt also eigentlich überhaupt keinen Grund von hier weg zu gehen.

Eigentlich…denn manchmal passiert’s einfach und man erhält ein Jobangebot in Berlin, findet seine Traumfrau in Rom oder einen Studienplatz in Rio und muss leider Abschied nehmen von Karlsruhe.

Wir haben deshalb einfach mal unsere Facebook Fans gefragt: Karlsruher, wo hat es euch eigentlich hinverschlagen? Die Antworten sehr ihr in der Karte.

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Von nächster Nähe (Stuttgart) bis ganz weit weg (Minnesota, USA), war alles mit dabei. Doch eins verbindet viele der „Ausgewanderten“: ihr Heimweh! Viele vermissen den Karlsruher Dialekt, die badische Mentalität, Freunde und Familie. Denn wie hat es so schön einer unserer Fans auf den Punkt gebracht: „Karlsruhe bleibt immer ein Teil von mir, egal wo ich bin und das ist auch gut so!!!“

(^fp)

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

13 Feb

Dieses Sprichwort gilt für viele Situationen im Leben, doch bei Eröffnungen oder festlichen Anlässen  ist die Rede ein fester Bestandteil, an der der Veranstalter nicht vorbei kommt. Das Publikum wird entweder von der Botschaft berührt oder zählt die Sekunden bis zum nächsten Programmpunkt. Auch ich lauschte bereits etlichen Reden. Bisher habe ich mir aber noch nie Gedanken gemacht, welch ein Prozess hinter einer solchen Rede steckt. Das änderte sich, als ich mein Praktikum bei der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH begonnen habe.

Reden schreibenReden verfassen gehört bei uns in der Presseabteilung ebenso wie Pressemeldungen oder Newsletter-Texte schreiben zum Arbeitsalltag. An einer Magnetwand in unserem Büro sind die Redeaufträge für diverse Bürgermeister und unseren Chef angebracht. In großen Buchstaben prangen auf den Blättern Haftnotizen mit den Namenskürzeln der Mitarbeiterinnen, die sich der Rede angenommen haben, und mit Leuchtstift sind – ganz wichtig – die Abgabetermine markiert. Da die Reden verschiedene Instanzen durchlaufen müssen, bis sie schließlich beim eigentlichen Redner sind, müssen sie frühzeitig fertig sein.

Wie schreibt man nun eine Rede? Vor genau dieser Frage stand ich Mitte Januar. Zuerst griff ich zum „Handbuch Redenschreiben“, damit ich mir ein erstes Bild vom Ablauf machen konnte:  Recherche, Auswahl der Themen, Gliederung und Schreiben des Textes. Darüber hinaus gehört zu einer Rede der gekonnte Einsatz von stilistischen Mitteln. Und die wichtigste Regel: Behalte stets die Wünsche des Publikums im Kopf! Mit dieser theoretischen Grundlage machte ich mich daran, meine erste Rede zu „produzieren“. Das Thema: Die „Stadtwerke Eiszeit“.

Und ich stellte fest: Die Theorie ist – wie so oft – nicht leicht in die Praxis umzusetzen. Welche Worte sind angemessen, sie dem Redner „in den Mund zu legen“? Wie soll die Rede beginnen? Ist die Gliederung geeignet? Über solche Dinge zerbrach ich mir den Kopf, bis am Ende die geeigneten Stichworte auf dem Papier standen und freigegeben wurden.

Wie der Redner seine Vorlage nutzt oder in welchem Maße die Rede von anderen Personen nochmals geändert wird, steht übrigens auf einem anderen Blatt. Eine Rede ist letztlich wie Flaschenpostspielen – man weiß nie, was am Ende vorgetragen wird.

(^nw)

Happy Birthday, Facebook!

4 Feb
Facebook

Heute kann es regnen, stürmen oder schnein…

Heute auf den Tag genau vor 10 Jahren wurde Facebook geboren. Heute auf den Tag genau vor 10 Jahren saß ich höchstwahrscheinlich in der Schule und hab mir überlegt, welche Fächer ich in der Oberstufe abwählen soll. Lang, lang ist‘s her. Facebook hat sich seitdem ziemlich verändert und ich mich auch. Und wahrscheinlich hat Facebook auch mich verändert. Mich, meine Arbeit und mein Leben in Karlsruhe.

Traumberuf: Facebook Manager?!

Ich bin ganz ehrlich: Wenn ich morgens ins Büro komme, rufe ich als erstes Facebook auf. Und Facebook ist auch die letzte Seite, die ich schließe bevor ich den PC herunterfahre. Ich kann das hier ohne Angst vor einer Abmahnung schreiben, weil besagte Website Teil meines Berufs ist. Zusammen mit meinen Kolleginnen betreue ich nämlich „Karlsruhe – unsere Stadt“. Den ganzen Tag auf Facebook rumhängen, ab und an was posten und dafür auch noch bezahlt werden? Das hört sich für viele sicherlich nach einem Traumjob an. Ist es auch immer dann, wenn ein Posting wahnsinnig viele Likes erhält oder ein Fan ein Bild mit den Worten kommentiert „Ich liebe Karlsruhe, ich liebe ‚Karlsruhe – unsere Stadt‘ <3“. Doch Facebook kann auch anders – nämlich nerven und ärgern. Da wird zum Beispiel mal wieder (für den normalen User unsichtbar) der Suchalgorithmus geändert, sodass es für Gemeinschaftsseiten wie unsere immer schwieriger wird, die eigenen Fans zu erreichen. Außerdem hat Facebook nie Feierabend – und ein Facebook Manager somit auch nicht. Sonntagsmittags mal eben checken, wie das Posting angekommen ist und sich sogar im Urlaub einloggen, um sicher zu gehen, dass auch ja keine Frage an uns unbeantwortet bleibt – das gehört eben auch dazu.

Karlsruhe und „Facebook Glass“

Facebook im Urlaub

Da wird das Smartphone auch schon mal im Urlaub ausgepackt.

Diese Omnipräsenz sorgt dafür, dass ich Karlsruhe mittlerweile mit anderen Augen sehe – quasi durch eine Facebook Brille (nein, ich meine nicht „Google Glass“…). Mittagspause auf dem Friedrichsplatz? Da können wir bestimmt ein tolles Foto machen und posten! Ich sehe ein Plakat von einer spannenden Veranstaltung im ZKM? Da müssen wir auf Facebook auch drauf hinweisen! So wird fast alles, was mir in Karlsruhe begegnet automatisch auf Facebook-Tauglichkeit überprüft. Das ist schon ein wenig erschreckend. Andererseits: Nimmt nicht auch ein Autoverkäufer einen Supermarktparkplatz ganz anders wahr als ein normaler Passant?

Wahrscheinlich hat das Weltunternehmen mit dem Daumen-Hoch mich, meinen Beruf und meine Sicht auf Karlsruhe mehr verändert als mir bewusst (und lieb) ist. Doch selbst wenn ich wollte: rückgängig machen ließe es sich wohl nicht mehr. Dafür hätte ich auch gar keine Zeit – schließlich muss ich mir jetzt erst mal überlegen, wie das Posting zu diesem Blogbeitrag aussehen soll…

(^fp)