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Was gibt’s Neues auf dem KA2015-Blog? (KW 11)

12 Mrz

KA2015 LogoSchon gewusst? Der StadtmarkeTeam-
Blog hat eine kleine Schwester – den KA2015-Blog! Dort geben euch meine Kollegen Einblick in die Vorbereitungen und Planungen für das große Stadtjubiläum 2015 und dokumentieren ihre persönlichen Erfahrungen auf dem Weg zu Karlsruhes 300. Geburtstag. Hier informieren wir euch regelmäßig darüber, was es Neues auf dem KA2015-Blog gibt.

 So allerlei Kollegen wurden in der letzten Woche auf dem KA2015-Blog vorgestellt, von der Praktikantin bis zum Produktionsleiter.

Den Auftakt machte ^jk, die dem ein oder anderen sicherlich schon einmal auf dem KA2015-Twitterkanal über den Weg gelaufen ist. Neben Social Media hat sie noch jede Menge andere Aufgaben und Interessen. Zurzeit dreht sich bei ihr alles um Formulare.

Zeit, Budget, Ressourcen – dieser Dreiklang beschert ^rk schlaflose Nächte. Zumindest wäre das eine Erklärung dafür, weshalb er so selten am Arbeitsplatz ist…

Bei ^hs dreht sich alles um das S-Wort: Sponsoring. Und wenn ihr das ganze Mal zu stressig wird, greift sie ab und an auch mal auf das andere S-Wort zurück: Süßigkeiten.

Tief hinter ihrem Bildschirm versunken ist ^cb, die zum Ausgleich von der ganzen Arbeit auf kollektive Ausgelassenheit und Sauerstoffspeichertanks schwört.

Büronachbarin und 2015-Praktikantin ^mh ist erst seit wenigen Wochen dabei, aber trotzdem schon mittendrin. Auch sie beschäftigt sich mit dem S-Wort…

^ev mag es gerne, wenn die Dinge eine Ordnung haben und sich in Listen, Karten oder Pläne eintragen lassen. Probleme trommelt sie einfach weg.

Pinguine und KA2015 haben nun so wirklich gar nichts miteinander zu tun. Außer ^tm. Seine Liebe für Federvieh schließt Hühnerhektik jedoch definitiv aus.

(^fp)

Die 8. Social Media Night – in Tweets

24 Jan

Anregend, faszinierend, berauschend und glanzvoll – und natürlich auch großartig war die gestrige 8. Social Media Night in der Karlshochschule. Für alle, die nicht vor Ort sein konnten oder den Abend noch einmal Revue passieren lassen wollen, habe ich hier die „interessantesten“ Tweets zusammengestellt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

„Der Beginn“ oder auch „Die Ankunft“

Die Twitterwall wie gewohnt ganz rechts und die ersten Tweets lassen natürlich nicht lange auf sich warten

Der Saal füllt sich und schnell wird klar: hätte es Tickets gegeben, wäre die Veranstaltung ausverkauft

19:00 Uhr: Patrick Breitenbach begrüßt alle und bittet mich auf die Bühne, um ein ein paar Begrüßungsworte im Namen des Sponsors zu sprechen. Ein anschließender Blick auf die Twitterwall verrät: Puh, Glück gehabt, niemand fand mich doof 😉

Mittlerweile waren alle da. Naja, fast alle. So mancher ließ sich durch einen (imaginären) Pappaufsteller vertreten…

Speaker 1: Christian Stiegler „The social in the media: Wie soziale Netzwerke traditionelle Massenmedien retten sollen“

Feststellung: Im Saal sitzt die Generation Fernsehverbot:

Und beim Thema Fernsehen unvermeidlich: die Sprache kommt auf die nahende Wetten Dass…? Sendung in Karlsruhe

Der Vortrag rief bei den Besuchern unterschiedlichste emotionale Reaktionen hervor:

Dann der Schock: Das Bier war leer!

Am Ende seines Vortrages gibt Christian einen Ausblick in die Zukunft: „Smart Mirror“

Zuletzt wurde so mancher gar nostalgisch…

Das Schlussfazit kam von Wibke Ladwig:

Speaker 2: Wibke Ladwig „Ein blindes Huhn ist kein Ponyhof: Von Schabernack und famosen Wörtern.“
(Die Folien gibt es übrigens hier)

Der Vortrag regte zu den kreativsten Wortspielen, Wortkreationen und Beispielen für Sprachverfall an:

So mancher hatte sogar neue Geschäftsideen:

Der Sprichworttest hat’s bewiesen:

Speaker 3: Christian de Vries „Den Menschen im Internet zuhören.“

Christians Folien gibt es hier.

Berührendes Thema: Krankheit im Netz; Da mussten wir alle erst mal schlucken. Aber, wie Christian gezeigt hat, auch in diesem Bereich gibt es neben Schatten auch viel Licht.

Und zum Abschluss alle noch mal kräftig jammern, um das Mimimimeter zu manipulieren 😉

Fazit

https://twitter.com/duckangwu/status/426456746279071744

Wer lieber schaut, statt liest, für den gibt es hier eine Bildergalerie.

(^fp)

<3-lich Willkommen in Karlsruhe!

21 Okt

Für viele Erstsemester beginnt mit dem Studium ein neuer Lebensabschnitt, der oft mit dem Umzug in eine neue Stadt verbunden ist. Solch eine Umstellung ist nicht immer leicht und bedeutet vor allem eins: Veränderung! Mit dem Umzug ist es ja meistens nicht getan. Wer wirklich in der neuen Stadt ankommen möchte, der sollte auch seinen Pass „umziehen“.

Das klingt jetzt vielleicht nach viel Aufwand und Bürokratie, ist es aber gar nicht! Im Rahmen der Erstwohnsitzkampagne werdet ihr auch mit einem Begrüßungspaket belohnt! Mein Kollege Aaron vom Wissenschaftsbüro erklärt euch, was dahinter steckt.

Studienanfänger vor dem Karlsruher Schloss

vs: Was genau steck in dem Begrüßungspaket?  

Aaron: Im Rahmen der Erstwohnsitzkampagne erhält jeder, der als Studierende/r in Karlsruhe seinen Erstwohnsitz anmeldet, ein Begrüßungspaket mit verschiedenen Gutscheinen im Gesamtwert von 195 Euro:

  • Ein Gutschein für eine Eintrittskarte im Wert von 5 Euro für DAS FEST
  • Gutschein für ein Semesterticket des Karlsruher Verkehrsverbundes KVV, das ein Semester lang gültig ist
  • Einen 12 Euro Guthaben für die Leihräder der Deutschen Bahn.

Das I-Tüpfelchen ist ein Los, das mit ein bisschen Glück den Studierenden zu einem eigenen Fahrrad verhilft. Das sind doch genügend gute Gründe, um den Erstwohnsitz in Karlsruhe anzumelden oder? Das denken sich jährlich gut 5.000 Studis! Damit ist die Erstwohnsitzkampagne des Stadtmarketings die erfolgreichste in Deutschland.

vs: Wo bekommen die Studierenden dieses Begrüßungspaket?

Aaron: Die Formalitäten sind schneller erledigt, als du denkst. Du kannst dich einfach in folgenden Bürgerbüros anmelden: Kaiserallee 8, Steinhäuserstraße 22, Beuthener Straße 42 und im Bürgerbüro  Mitte direkt im Rathaus am Marktplatz. Mitbringen musst du nur deinen Personalausweis, falls vorhanden, deinen Reisepass und eine Immatrikulationsbescheinigung. Dein Begrüßungspaket kannst du dann gleich mitnehmen.

vs: Was bringt die Erstwohnsitzkamapagne der Stadt Karlsruhe?

Aaron: Jeder Studierende mit Karlsruher Hauptwohnsitz erhöht die Einwohnerzahl der Stadt und damit die Mittel, die sie im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs erhält. Diese Mittel braucht sie, um die Infrastruktur sowie das sportliche, soziale und kulturelle Angebot zu erhalten und auszubauen. Die Gelder verwendet die Stadt nicht zuletzt auch dazu, dir und deinen Kommilitonen gute Rahmenbedingungen zum Leben und Lernen zu bieten und diese zu verbessern.

(^vs)

Neuland – Bloggertreffen in Karlsruhe

10 Okt

„Kannst du für mich morgen einspringen?“ – Klar! So schnell bin ich anstatt Frank Tentler beim „Blogger meets Baustelle – 1. Karlsruher Bloggertreffen“ am Samstag, 02. Oktober 2013 dabei.

Bloggertreffen

Mit der Info „9.30 Uhr am Brunnen auf dem Gutenbergplatz, Weststadt Karlsruhe“ und keiner rechten Vorstellung davon, was mich eigentlich erwartet, komme ich an. Rund 30 Bloggerinnen (und David) mit hellroten Namensschildern in Pfeilform und Schirmen stehen schon beisammen und dann geht´s auch schon los.

Nach sieben Design- und Einrichtungslädchen sowie einem leckeren Mittagessen waren sich alle einig: in Karlsruhe lässt es sich gut bummeln und Neues entdecken. Trotz Regen und Baustellen war die Stimmung bestens und die Begeisterung für die Stadt ungebrochen. Was mich persönlich sehr gefreut hat, denn die Teilnehmerinnen kamen sowohl aus dem Stuttgarter Raum als auch aus Heidelberg, Mannheim und der Pfalz.

Bloggertreffen

Der Hashtag #bloggertreffenkarlsruhe sorgte zu meiner Belustigung in der Karlsruher Twittergemeinschaft für Aufregung, denn dort wussten die Wenigsten von diesem Zusammenkommen. An dieser Stelle sei dazu gesagt, dass die Organisatorinnen Miriam und Kerstin (super vorbereitet alles!) ihr Bloggernetzwerk im Bereich Food– und Lifestyle-Blogs haben. Und das war auch die Art von Bloggerinnen, die sich hier angeregt austauschten. Nach einigen Tweets hin und her, war der Plan einen Karlsruher Blogger-Stammtisch ins Leben zu rufen, um die Herren der Technik und Social Media Welt mit den Damen der Back- und Dekowelt an einen Tisch zu bringen. Da begeben wir uns dann in ein wahres Neuland – ich bin gespannt! (^dm)

Und monatlich grüßt der Social Media Report

2 Aug

Erzähle ich Freunden von meiner täglichen Arbeit beim Stadtmarketing, sind  die Details über unsere Social Media Aktivitäten oft der Punkt mit den großen, im Raum schwebenden Fragezeichen. Je nachdem wie kritisch mein Gegenüber ist, kommt dann früher oder später unter Garantie die Frage: „Und was bringt euch das Ganze?“ Und genau dann haben unsere Monatsberichte ihren ganz großen Auftritt. Denn damit können wir schwarz auf weiß belegen, was uns „das Ganze“ bringt.

Das Erstellen der Monatsberichte ist für unser Team bereits Routine. Das Schöne an einer Routine ist, dass diese Aufgabe sehr schnell erledigt werden kann. Man nehme einfach die Vorlage aus dem vergangenen Monat, aktualisiere die Screenshots (was würden wir nur ohne dieses praktische Tool machen?) und passe die Interpretationen und Schlussfolgerungen an.

„Okay, aber Screenshots wovon?“, denkt sich jetzt vielleicht der ein oder andere Leser, der sich bisher noch nicht mit Social Media Reporting und Controlling befasst hat. Da Wissen das einzige ist, das nicht weniger sondern mehr wird, wenn man es teilt, geben wir gerne eine Antwort. Vielleicht hat ja der ein oder andere – gerade jetzt im Sommer(loch) – ein bisschen mehr Zeit um sich „diesem Social Media“ zu widmen und ist auf der Suche nach passenden Werkzeugen.

Die Entwicklung von unserem Kanal KarlsruheTweets beobachten wir mit Hilfe von Hootsuite, Klout und Kred.
Hootsuite spuckt uns je nach gewünschtem Zeitraum die Tweets mit den meisten Klicks aus. Klout und Kred sind Online-Dienste, die die Aktivität und die Reputation von Social Media Kanälen messen. Der Klout -Wert gibt in einer Spanne zwischen 0 und 100 an, wie einflussreich der Nutzer ist. Der Durchschnittswert liegt nach Angaben der Klout-Webseite bei 40.
Kred unterscheidet zwischen zwei Größen. Der Einfluss (Influence) reicht von 0 bis 1.000 und steigt, wenn andere den Nutzer erwähnen oder ansprechen. Für die Reichweite (Outreach) werden 0 bis 12 Punkte vergeben und gibt an, wie aktiv der Nutzer selbst ist.

Wer Facebook als Seite verwendet, hat Zugriff auf umfangreiche Statistiken, die wöchentliche auch automatisch ins Postfach flattern. Sozusagen die einzige Post von Facebook, die nicht nervt, sondern dich netterweise an das Erstellen des Reports erinnern. Gefällt mir Angaben, die beliebtesten Posts, Herkunft der Fans uvm lassen sich hieraus ablesen.

Auch WordPress, das wir für unseren StadtmarkeTeam Blog nutzen, bietet im Backend ein Plugin, das automatisch „mitzählt“. Mit wenigen Klicks schauen wir uns an, wann wir mit welchem Artikel die meiste Aufmerksamkeit hatten.

Wenn wir nun alle Statistiken und Werte zusammen haben, beginnt die Analyse: Welche Themen kamen bei unseren Fans, Followern und Lesern in diesem Monat gut an? Wie kam es genau an diesem Tag zu diesem Wert? Auch ein Vergleich mit den Vormonaten ist sinnvoll, schließlich möchten wir mit den Reports herausfinden, ob wir unsere Leistung steigern konnten und wenn ja womit. Ist die Analyse fertig, folgt der wahrscheinlich wichtigste Schritt: die Schlussfolgerung. Hat man z.B. herausgefunden, dass Bilder vom Karlsruher Schloss besonders beliebt bei den eigenen Fans sind, sollte man im nächsten Monat verstärkt darauf setzen. Werden Blogbeiträge mit Social Media Tipps nur selten aufgerufen, gibt es im Internet vielleicht einfach schon genug davon und man sollte lieber über etwas anderes bloggen. Ihr, liebe Leser, habt es also in der Hand, ob wir in Zukunft öfter aus dem Social Media Nähkästchen plaudern werden.

(^vs)

Stadtgeburtstag und EFFEKTE im WWW

21 Jun

Heute Abend um 19 Uhr eröffnet OB Mentrup auf der Bühne im Karlsruher Schlossgarten den 298. Stadtgeburtstag und das Wissenschaftsfestival EFFEKTE . Oder #sgka13 bzw. #effekte13 wie man „neudeutsch“ sagen würde.

Um garantiert nichts zu verpassen, legen wir euch unsere liebevoll angelegte Hashtag-Liste ans Herz, mit der ihr sowohl auf Twitter und neuerdings ja auch auf Facebook immer Up to date sein könnt:

Hashtagwolke

Und in sauber, aber weniger bunt:

#sgka13, #effekte13, #StadtmarkeTeam, #bzäune13, #sglabor, #1tagbodenlos, #domino, #Drais13, #erallye, #Erfindern8, #FdjF13, #gds13, #music2go13, #scienceD, #scienceS, #scienceSD, #tacb13, #wissensw13

(^vs)

Stadtgeburtstag #sgka13
EFFEKTE #effekte13
Wir #StadtmarkeTeam
Bauzaungestaltung EFFEKTE #bzäune13
Bewegungslabor #sglabor
Bodenlose EFFEKTE auf dem Friedrichtsplatz #1tagbodenlos
Domino-EFFEKT?! #domino (immer in Verbindung mit #effekte13!)
Draisinenrennen #Drais13
EFFEKTE-Rallye #erallye
Erfindernacht #Erfindern8
Fest der jungen Forscher #FdjF13
Galerie des Scheiterns #gds13
Karlsruhe klingt – music to go #music2go13
Science Dinner #scienceD
Science Shopping #scienceS
Science Speed Dating #scienceSD
Tribut an Carl Benz #tacb13
Wissenswerkstatt #wissensw13

Die 2.000 ist voll!

15 Apr

Nach 1.041 Tagen und  3.756 Tweets  ist es vollbracht: Wir haben 2.000 Follower! Der ideale Moment, um unseren Followern einmal richtig zu danken:

Ihr seid die Besten! Wir freuen uns, euch in unserer Twitter-Gemeinde zu haben 🙂

Doch wie hat das e2.000 Twitter Followerigentlich alles angefangen mit @KarlsruheTweets? Um diese Frage zu beantworten, mussten wir tief eintauchen ins Twitter-Archiv. Am 10. Juni 2010 ging der erste KarlsruheTweet online. Es war ein RT. Das zeigt: Schon damals ging es uns vorrangig um Interaktion mit anderen Tweetianern und nicht um ein schnödes Hinauspusten von Infos. Doch bis dieses Credo in Form eines Mission Statement schriftlich festgehalten wurde, dauerte es noch ein, zwei Jährchen. Noch am selben Tag wagten wir dann den ersten eigenen Tweet:

„Vom 18.-20. Juni findet das Draisinen-Rennen in der Nordweststadt statt. Schaut doch vorbei!  http://tinyurl.com/342bk5n #draisinenrennen“

Erstaunlich ist, dass dieser Tweet drei Jahre alt ist und gleichzeitig topaktuell. Denn auch in diesem Jahr findet im Rahmen des Stadtgeburtstages 2013 wieder ein Draisinenrennen statt. Und die Roadshows, bei denen alle Neugierigen mal eine Draisine austesten können, beginnen in wenigen Tagen. So schliTeilnehmer bei Draisinenrennen 2012eßt sich der Kreis.

Last but not least möchten wir ganz herzlich unserem 2.000. Follower danken: Er stammt ganz aus der Nähe, nämlich aus Rheinstetten und er kennt sich gut mit Badinstallationen aus. Vielen Dank @ErnstWohlfeilGm für’s Followen!

^vs und ^fp

Wollen wir Freunde sein? Ja – Nein – Vielleicht

7 Nov

Ob beim Sport, auf einer Party, in der Schule, im Studium, bei der Arbeit oder im Urlaub, die Chance neue Freunde zu finden gibt es im Grunde überall. Aber wie finde ich neue Freunde im Internet, um es genau zu sagen auf Facebook?

Seit Juni 2010 betreue ich die Fanseite „Karlsruhe – unsere Stadt“ auf Facebook. In diesem Fall suche jetzt nicht ich neue Freunde, sondern Karlsruhe. Ich wollte von Anfang an zeigen, dass wir wirklich an echten Freunden interessiert sind. Freunde, die nicht immer unserer Meinung sind, die man auch um Rat fragen kann und mit denen man gemeinsam Karlsruhe erlebt. Hinter einer Stadt stehen Leute, die hier leben, arbeiten und einfach nur Mensch sind. Das zu vermitteln ist gar nicht mal so einfach. Denn der Absender „Stadtmarketing Karlsruhe“ wird nun mal anders wahrgenommen als der Absender „Daniela“. Einem Freund vertraue ich, aber einer Institution, Organisation oder einem Unternehmen begegne ich zuerst mit Skepsis. Man sucht den Haken oder die Bedingung, die an dieses „Followship“ geknüpft ist.

Die Methode „Mit der Tür ins Haus fallen“

Du sitzt gerade am Frühstückstisch. Es duftet nach Kaffee, dein Brötchen knuspert als du die Butter drauf streichst und die Musik passt einfach wunderbar zur Sonntagsstimmung. Es klingelt. Im Moment des Öffnens bereust du bereits, dass du nicht gefragt hast, wer eigentlich rein will. Ein Mensch, den du noch nie zuvor gesehen hast, fällt dir um den Hals, schmeißt seine Jacke in die Ecke und erklärt dir „es gibt Geschenke!“. Und schwuppdiwupp hängt im Bad ein XXL-Handtuch, an der Garderobe eine rote Lorry-Bag, XXL-Tüten sowie einige Capys. Der Kühlschrank wird mit „Karlsruhe – viel vor. viel dahinter.“ Aufkleber tapeziert und deine Kaffeetasse muss der Karlsruhe-Tasse Platz machen. Zu guter Letzt streift dir dieser Mensch ein rotes T-Shirt mit XXL-Schild auf der Brust über den Kopf, setzt sich an den Frühstückstisch, nimmt sich ein Brötchen und strahlt dich an.

Ist das nicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Für mich nicht, für viele Unternehmen und Organisationen schon. Einigen Fan-Seiten auf Facebook sind vor allem möglichst hohe Fanzahlen wichtig. Da werden die Postings beworben und Fans aus dem asiatischen Raum gekauft, obwohl sie den Pinnwandeintrag nicht mal verstehen. Für mich ist das keine Option.

Und hier sind wir bei unserer Mission: Wir suchen Freunde, keine Follower! Unser Social Media Team (Franziska, Elfi und ich) saß einige Nachmittage zusammen, denn ein Mission Statement musste her, unsere Ziele im Social Web. Und die Antwort auf die Frage: Warum sollte jemand unser Freund werden?

Hier unsere Antwort:

„Weil wir Karlsruher – nein Karlsruherinnen (gender ;-)) sind. Und weil uns die Stadt, genau wie unseren Followern, am Herzen liegt. Auch wir gehen in der Mittagspause in den Schlossgarten, auch wir manövrieren täglich um die Baustellen und auch wir warten jedes Jahr gespannt auf die Bekanntgabe des Line-Ups für DAS FEST.

Wir sind gute Freunde. Nachrichten und Anfragen, die nicht beantwortet werden? Gibt es bei uns nicht. Dafür haben wir viele Tipps, die Bilder von der letzten Veranstaltung und immer die neuesten Informationen rund um unsere Stadt. Und wenn wir eine Veranstaltung empfehlen, dann nur, wenn wir sie auch selbst besuchen würden.“

Eine Freundschaft muss wachsen, Vertrauen aufgebaut werden und bestehen. Wie wäre es Karlsruhe als Freund zu haben? Ich finde, auf einen Versuch kommt es an! (dm)

Wollt ihr unser Mission Statement in voller Länge lesen? Dann klickt hier

Wir auf Facebook: Karlsruhe – unsere Stadt

Web-Wochenende mit AppArtAward, BarCamp & Facebook-Stück

27 Jul

13. bis 15. Juli: Zweites BarCamp in Karlsruhe. Den vielen persönlichen Eindrücken, zahlreichen Augenzeugenberichten und Zusammenfassungen einzelner Sessions möchte ich keine weiteren hinzufügen. Für mich ist besonders bemerkenswert, dass sich das BarCamp mit dem AppArtAward des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) und dem Facebook-Stück „Gesichtsbuch“ am Jungen Staatstheater zu einem ganzen Web-Wochenende fügte. So entstand – vermutlich unbeabsichtigt von den jeweiligen Organisatoren – ein Parcours, der die Einflüsse des Webs auf das kulturelle Leben der Stadt in ihrer ganzen Bandbreite sichtbar macht.

1. Session. Freitag: Portrait des Künstlers als gemeinschaftsbildender Nerd.
Wenn das ZKM zu einer Abendveranstaltung lädt, kann man sicher sein, dass man etwas geboten bekommt. Denn hier wird Geschichte gemacht. Stephan Schwingelers Überlegungen zur Geschichte der „Game Art“ verdeutlichen, was leider immer noch viele nicht wissen: Das ZKM ist vor allem ein forschendes Archiv und damit – so seltsam das klingt – einer der zentralen Erinnerungs- und Sinnstiftungsorte der noch jungen digitalen Kultur. Vor einem Jahr hat das ZKM sich deshalb die Freiheit genommen, kreativer Software für mobile Endgeräte (kurz: Apps) den institutionellen Ritterschlag zu erteilen. Seitdem wird jährlich gemeinsam mit den Größen der lokalen IT-Branche der „AppArtAward“ verliehen.

Adel verpflichtet. Deshalb durfte Tim Pritlove mit seiner Keynote die gedankliche Matrix für das ganze Web-Wochenende liefern: Software als Kunst – Kunst als Software. Künstler und Programmierer haben laut Pritlove mindestens eins gemeinsam: Technikverständnis. Das Wissen über Möglichkeiten und Grenzen des (jeweiligen) Codes ist die Grundlage für die Konstruktion von möglichst selbsterklärenden Systemen – entweder Software oder Kunstwerken. Software und Kunstwerke sind demnach eine Art gut designte Bauklötze: Sie laden zum Spielen ein, erst allein, dann gemeinsam, es finden sich unvorhergesehene Kombinationen, schließlich bildet sich eine ganze Gemeinschaft der Spielenden.
Künstler und Programmierer schaffen in diesem Sinne Plattformen, indem sie den Kontrollverlust über einzelne Module zulassen und damit einen Spielraum schaffen, in dem man sich selbst finden, Teil des Ganzen werden und die Plattform als solche weiter entwickeln kann. So entstehen möglicherweise neue Formen der Gemeinschaft, von denen man vorher noch nichts wusste.

2. Session. Samstag: Campen im TechnologiePark.

Die gelebte Form einer solchen ‚Vergemeinschaftung‘ um Software ist das Karlsruher BarCamp. Die kostenlose Infrastruktur von OpenSource und sozialen Netzwerken wird mit den kostenlos zu nutzenden Räumlichkeiten des provisorisch aufgeschlagenen Camps getauscht. Natürlich dank der gleichen IT-Unternehmen, die am Abend zuvor auch beim AppArtAward die Preise stifteten. Adel verpflichtet. Kontrollverlust ist Programm. Hier mag man fast an die selbstregulierende Kraft der Basisdemokratie glauben. Gleich einer Agora versammeln sich die Camper zu Beginn in einem Plenum, und wer mag, stellt ein Thema zur Abstimmung, das bei Interesse nachher in kleinerer Runde diskutiert wird – auch Session genannt. „Camp“ bezeichnet damit nicht nur den Ort, sondern die Bewusstseinshaltung, Stimmung, oder den state of mind des „campens“: „Jeder ist ein Du“ – „keine Touristen!“. Melde dich an und du wirst aufgenommen, bist Teil dieser provisorischen Gemeinschaft, die aber nur funktioniert, wenn du dich wiederum selber einbringst und sie damit am Leben hältst. Historisch gesehen scheint der „Camp“-Gedanke für die vernetzte Welt des 21. Jahrhunderts das zu sein, was die Jugendbewegung des frühen 20. Jahrhunderts für die Industrialisierung war.

 

3. Session. Sonntag: Die Digital Natives.

Ein anderes Bild bietet sich, geht man direkt vom „Camp“ ins „Junge“ Staatstheater. Dort läuft gerade „Gesichtsbuch“ – das Stück über das McDonalds unter den sozialen Netzwerken. Ein Ziel hat das Experiment schon vor Beginn erreicht. Anders als sonst drängen sich die Menschen vor der Kasse. Ich darf froh sein, noch ein Ticket ergattert zu haben und muss schließlich gemeinschaftlich zusammenrücken, damit auch die Außenvorgebliebenen noch in den Genuss des wirklich gut inszenierten Stückes kommen. Das Theater spricht endlich wieder die Sprache seiner Zielgruppe, möchte man meinen. Die Zielgruppe (auf der Bühne) ist Facebook-süchtig, so die spannende dramaturgische Konstruktion. Ein Foto davon habe ich natürlich gleich in Echtzeit auf Facebook gepostet. Auch hier wird zum Mitmachen aufgefordert. Aber zu den Nutzungsbedingungen von Facebook gab es keine Fragen, denn kaum einer aus dem Publikum hatte sie gelesen. Nach dem Stück habe ich mir auch vorgenommen, die AGBs zu lesen. Das kommt auf eine der to-do-Listen, die ich mir nach Oliver Gassners Session zum Selbst-Management beim Barcamp seit neustem anlege.

Eine Frage bleibt: Wie würde wohl ein Twitter-Stück aussehen? Aber ich kann ganz beruhigt sein: Nach Paulo Coelhos Diktum ist twittern ja bekanntlich auch so schon Kunst. (cf)