Tag Archives: Social Media

Die 9. Social Media Night in Karlsruhe –in Tweets

17 Apr

Von Kackhaufen, Pizzen und dem digitalen Knigge

Social Media Night. Klappe die erste für mich. Ein kleiner Auszug meiner Highlights:

 

Erste Referentin des Abends war Claudia Hilker, Unternehmensberaterin und Social Media Multitalent (Beststellerautorin, Dozentin, Speakerin…). Sie  gab in ihrem Vortrag „Wie der digitale Handschlag gelingt“ Tipps und Tricks zum Umgang mit den Social Media Kanälen.

„Schon mal eine Bestellung an einem Tag aufgegeben und am gleichen Tag geliefert bekommen?“ – NEIN, so die einhellige Meinung des Publikums. Sicher? Und wie sieht es mit einer Delivery Pizza aus? Hochkomplex las sich im Vorfeld für mich das Thema von Philipp Kannenberg, Mitglied der Geschäftsleitung bei der gaxsys GmbH: „E- Commerce mit Händlerintegration“. Doch neben der Pizza gab’s glücklicherweise zahlreiche weitere Beispiele, eins davon Schuh Häberle versus E-Commerce.

Last but not least stellte Saskia Jancik von der Cyber Manufaktur in Karlsruhe die App „Kibunet“ vor. Eine App mit der sich Kinderbücher nicht nur illustrieren sondern auch gestalten lassen – definitiv auch eine Beschäftigung für die großen Kinder. Tweet-Wort des Publikums während des Vortrags war übrigens „Kackhaufen“…

Vor dem gemütlichen Get- together bei Brezn und Bier gab es auch noch etwas zu gewinnen – fünf glückliche Gewinner durften sich über Bücher von O’Reilly erfreuen.

Und wie war’s für mich? Toll war’s! Kurzweilig, interessant, spannend, bereichernd und auch noch sehr unterhaltsam. Wir sehen uns zur Social Media Night – Klappe die zweite. Bis dahin träume ich von einer Twitterwall in unserem Büro – die hat’s mir angetan.

(^clh)

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Happy Birthday, Facebook!

4 Feb
Facebook

Heute kann es regnen, stürmen oder schnein…

Heute auf den Tag genau vor 10 Jahren wurde Facebook geboren. Heute auf den Tag genau vor 10 Jahren saß ich höchstwahrscheinlich in der Schule und hab mir überlegt, welche Fächer ich in der Oberstufe abwählen soll. Lang, lang ist‘s her. Facebook hat sich seitdem ziemlich verändert und ich mich auch. Und wahrscheinlich hat Facebook auch mich verändert. Mich, meine Arbeit und mein Leben in Karlsruhe.

Traumberuf: Facebook Manager?!

Ich bin ganz ehrlich: Wenn ich morgens ins Büro komme, rufe ich als erstes Facebook auf. Und Facebook ist auch die letzte Seite, die ich schließe bevor ich den PC herunterfahre. Ich kann das hier ohne Angst vor einer Abmahnung schreiben, weil besagte Website Teil meines Berufs ist. Zusammen mit meinen Kolleginnen betreue ich nämlich „Karlsruhe – unsere Stadt“. Den ganzen Tag auf Facebook rumhängen, ab und an was posten und dafür auch noch bezahlt werden? Das hört sich für viele sicherlich nach einem Traumjob an. Ist es auch immer dann, wenn ein Posting wahnsinnig viele Likes erhält oder ein Fan ein Bild mit den Worten kommentiert „Ich liebe Karlsruhe, ich liebe ‚Karlsruhe – unsere Stadt‘ <3“. Doch Facebook kann auch anders – nämlich nerven und ärgern. Da wird zum Beispiel mal wieder (für den normalen User unsichtbar) der Suchalgorithmus geändert, sodass es für Gemeinschaftsseiten wie unsere immer schwieriger wird, die eigenen Fans zu erreichen. Außerdem hat Facebook nie Feierabend – und ein Facebook Manager somit auch nicht. Sonntagsmittags mal eben checken, wie das Posting angekommen ist und sich sogar im Urlaub einloggen, um sicher zu gehen, dass auch ja keine Frage an uns unbeantwortet bleibt – das gehört eben auch dazu.

Karlsruhe und „Facebook Glass“

Facebook im Urlaub

Da wird das Smartphone auch schon mal im Urlaub ausgepackt.

Diese Omnipräsenz sorgt dafür, dass ich Karlsruhe mittlerweile mit anderen Augen sehe – quasi durch eine Facebook Brille (nein, ich meine nicht „Google Glass“…). Mittagspause auf dem Friedrichsplatz? Da können wir bestimmt ein tolles Foto machen und posten! Ich sehe ein Plakat von einer spannenden Veranstaltung im ZKM? Da müssen wir auf Facebook auch drauf hinweisen! So wird fast alles, was mir in Karlsruhe begegnet automatisch auf Facebook-Tauglichkeit überprüft. Das ist schon ein wenig erschreckend. Andererseits: Nimmt nicht auch ein Autoverkäufer einen Supermarktparkplatz ganz anders wahr als ein normaler Passant?

Wahrscheinlich hat das Weltunternehmen mit dem Daumen-Hoch mich, meinen Beruf und meine Sicht auf Karlsruhe mehr verändert als mir bewusst (und lieb) ist. Doch selbst wenn ich wollte: rückgängig machen ließe es sich wohl nicht mehr. Dafür hätte ich auch gar keine Zeit – schließlich muss ich mir jetzt erst mal überlegen, wie das Posting zu diesem Blogbeitrag aussehen soll…

(^fp)

Die 8. Social Media Night – in Tweets

24 Jan

Anregend, faszinierend, berauschend und glanzvoll – und natürlich auch großartig war die gestrige 8. Social Media Night in der Karlshochschule. Für alle, die nicht vor Ort sein konnten oder den Abend noch einmal Revue passieren lassen wollen, habe ich hier die „interessantesten“ Tweets zusammengestellt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

„Der Beginn“ oder auch „Die Ankunft“

Die Twitterwall wie gewohnt ganz rechts und die ersten Tweets lassen natürlich nicht lange auf sich warten

Der Saal füllt sich und schnell wird klar: hätte es Tickets gegeben, wäre die Veranstaltung ausverkauft

19:00 Uhr: Patrick Breitenbach begrüßt alle und bittet mich auf die Bühne, um ein ein paar Begrüßungsworte im Namen des Sponsors zu sprechen. Ein anschließender Blick auf die Twitterwall verrät: Puh, Glück gehabt, niemand fand mich doof 😉

Mittlerweile waren alle da. Naja, fast alle. So mancher ließ sich durch einen (imaginären) Pappaufsteller vertreten…

Speaker 1: Christian Stiegler „The social in the media: Wie soziale Netzwerke traditionelle Massenmedien retten sollen“

Feststellung: Im Saal sitzt die Generation Fernsehverbot:

Und beim Thema Fernsehen unvermeidlich: die Sprache kommt auf die nahende Wetten Dass…? Sendung in Karlsruhe

Der Vortrag rief bei den Besuchern unterschiedlichste emotionale Reaktionen hervor:

Dann der Schock: Das Bier war leer!

Am Ende seines Vortrages gibt Christian einen Ausblick in die Zukunft: „Smart Mirror“

Zuletzt wurde so mancher gar nostalgisch…

Das Schlussfazit kam von Wibke Ladwig:

Speaker 2: Wibke Ladwig „Ein blindes Huhn ist kein Ponyhof: Von Schabernack und famosen Wörtern.“
(Die Folien gibt es übrigens hier)

Der Vortrag regte zu den kreativsten Wortspielen, Wortkreationen und Beispielen für Sprachverfall an:

So mancher hatte sogar neue Geschäftsideen:

Der Sprichworttest hat’s bewiesen:

Speaker 3: Christian de Vries „Den Menschen im Internet zuhören.“

Christians Folien gibt es hier.

Berührendes Thema: Krankheit im Netz; Da mussten wir alle erst mal schlucken. Aber, wie Christian gezeigt hat, auch in diesem Bereich gibt es neben Schatten auch viel Licht.

Und zum Abschluss alle noch mal kräftig jammern, um das Mimimimeter zu manipulieren 😉

Fazit

https://twitter.com/duckangwu/status/426456746279071744

Wer lieber schaut, statt liest, für den gibt es hier eine Bildergalerie.

(^fp)

Und es gibt uns doch!

22 Okt

Das Bloggertreffen in Karlsruhe hatte offensichtlich nachhaltige Auswirkungen auf die Bloggerinnen und Blogger aus Karlsruhe und der Region: Denn heute Abend treffen wir uns zum ersten Mal beim „Karlsruher Bloggerstammtisch“ in der Villa Schönsinn.

Die Idee zu einem Anlaufpunkt und regelmäßigen Treffen von Karlsruher Blog-Begeisterten entstand beim Bloggertreffen Anfang Oktober: auf Facebook wurde daraufhin die Gruppe „Blogger aus KA“ gegründet. Diese Gruppe soll als Plattform dienen für die regionale Vernetzung von Autorinnen und Autoren verschiedenster Blogs.

Karlsruher Blogs

Bis heute haben sich schon 27 Bloggerinnen und Blogger zusammengefunden – das Potential für zukünftige Aktionen ist also auf jeden Fall gegeben. Das stimmt optimistisch! Was die Themen angeht, dreht sich auf den in unserer Gruppe vertretenen Blogs vieles um Kochen, Rezepte, DIY und Wohnen.

Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn wir die Vielfalt auf unserem Karlsruher Bloggerstammtisch in Zukunft noch ein bisschen vergrößern könnten. Ich denke da vor allem an die männlichen Blogger-Kollegen, die bis jetzt leider nur vereinzelt den Weg zum Bloggerstammtisch Karlsruhe gefunden haben. Denn ich glaube, gerade in Karlsruhe finden sich viele, die ihren eigenen Blog mit verschiedensten Inhalten befüllen und am Austausch mit anderen interessiert sind. Schließlich ist auf der Social Media Night Karlsruhe auch immer ordentlich was los! Erste Annäherungen hat es heute schon auf Twitter gegeben 😉

Wo seid ihr also, ihr Technik-Freaks, Fotografie-Begeisterte, Kunst-Liebhaber, Musik-Fans, Mode- und Lifestyle-Blogger und Sportsfreunde?

Wenn ihr einen Blog betreibt und Lust habt, zusammen mit verschiedensten Bloggerinnen und Bloggern aus allen erdenklichen Themenbereichen eine Plattform für die Karlsruher Bloggerszene zu schaffen, kommt in die Facebook-Gruppe und macht mit! Dort findet ihr weitere Termine und Aktionen.

(^er)

Und monatlich grüßt der Social Media Report

2 Aug

Erzähle ich Freunden von meiner täglichen Arbeit beim Stadtmarketing, sind  die Details über unsere Social Media Aktivitäten oft der Punkt mit den großen, im Raum schwebenden Fragezeichen. Je nachdem wie kritisch mein Gegenüber ist, kommt dann früher oder später unter Garantie die Frage: „Und was bringt euch das Ganze?“ Und genau dann haben unsere Monatsberichte ihren ganz großen Auftritt. Denn damit können wir schwarz auf weiß belegen, was uns „das Ganze“ bringt.

Das Erstellen der Monatsberichte ist für unser Team bereits Routine. Das Schöne an einer Routine ist, dass diese Aufgabe sehr schnell erledigt werden kann. Man nehme einfach die Vorlage aus dem vergangenen Monat, aktualisiere die Screenshots (was würden wir nur ohne dieses praktische Tool machen?) und passe die Interpretationen und Schlussfolgerungen an.

„Okay, aber Screenshots wovon?“, denkt sich jetzt vielleicht der ein oder andere Leser, der sich bisher noch nicht mit Social Media Reporting und Controlling befasst hat. Da Wissen das einzige ist, das nicht weniger sondern mehr wird, wenn man es teilt, geben wir gerne eine Antwort. Vielleicht hat ja der ein oder andere – gerade jetzt im Sommer(loch) – ein bisschen mehr Zeit um sich „diesem Social Media“ zu widmen und ist auf der Suche nach passenden Werkzeugen.

Die Entwicklung von unserem Kanal KarlsruheTweets beobachten wir mit Hilfe von Hootsuite, Klout und Kred.
Hootsuite spuckt uns je nach gewünschtem Zeitraum die Tweets mit den meisten Klicks aus. Klout und Kred sind Online-Dienste, die die Aktivität und die Reputation von Social Media Kanälen messen. Der Klout -Wert gibt in einer Spanne zwischen 0 und 100 an, wie einflussreich der Nutzer ist. Der Durchschnittswert liegt nach Angaben der Klout-Webseite bei 40.
Kred unterscheidet zwischen zwei Größen. Der Einfluss (Influence) reicht von 0 bis 1.000 und steigt, wenn andere den Nutzer erwähnen oder ansprechen. Für die Reichweite (Outreach) werden 0 bis 12 Punkte vergeben und gibt an, wie aktiv der Nutzer selbst ist.

Wer Facebook als Seite verwendet, hat Zugriff auf umfangreiche Statistiken, die wöchentliche auch automatisch ins Postfach flattern. Sozusagen die einzige Post von Facebook, die nicht nervt, sondern dich netterweise an das Erstellen des Reports erinnern. Gefällt mir Angaben, die beliebtesten Posts, Herkunft der Fans uvm lassen sich hieraus ablesen.

Auch WordPress, das wir für unseren StadtmarkeTeam Blog nutzen, bietet im Backend ein Plugin, das automatisch „mitzählt“. Mit wenigen Klicks schauen wir uns an, wann wir mit welchem Artikel die meiste Aufmerksamkeit hatten.

Wenn wir nun alle Statistiken und Werte zusammen haben, beginnt die Analyse: Welche Themen kamen bei unseren Fans, Followern und Lesern in diesem Monat gut an? Wie kam es genau an diesem Tag zu diesem Wert? Auch ein Vergleich mit den Vormonaten ist sinnvoll, schließlich möchten wir mit den Reports herausfinden, ob wir unsere Leistung steigern konnten und wenn ja womit. Ist die Analyse fertig, folgt der wahrscheinlich wichtigste Schritt: die Schlussfolgerung. Hat man z.B. herausgefunden, dass Bilder vom Karlsruher Schloss besonders beliebt bei den eigenen Fans sind, sollte man im nächsten Monat verstärkt darauf setzen. Werden Blogbeiträge mit Social Media Tipps nur selten aufgerufen, gibt es im Internet vielleicht einfach schon genug davon und man sollte lieber über etwas anderes bloggen. Ihr, liebe Leser, habt es also in der Hand, ob wir in Zukunft öfter aus dem Social Media Nähkästchen plaudern werden.

(^vs)

Stadtgeburtstag und EFFEKTE im WWW

21 Jun

Heute Abend um 19 Uhr eröffnet OB Mentrup auf der Bühne im Karlsruher Schlossgarten den 298. Stadtgeburtstag und das Wissenschaftsfestival EFFEKTE . Oder #sgka13 bzw. #effekte13 wie man „neudeutsch“ sagen würde.

Um garantiert nichts zu verpassen, legen wir euch unsere liebevoll angelegte Hashtag-Liste ans Herz, mit der ihr sowohl auf Twitter und neuerdings ja auch auf Facebook immer Up to date sein könnt:

Hashtagwolke

Und in sauber, aber weniger bunt:

#sgka13, #effekte13, #StadtmarkeTeam, #bzäune13, #sglabor, #1tagbodenlos, #domino, #Drais13, #erallye, #Erfindern8, #FdjF13, #gds13, #music2go13, #scienceD, #scienceS, #scienceSD, #tacb13, #wissensw13

(^vs)

Stadtgeburtstag #sgka13
EFFEKTE #effekte13
Wir #StadtmarkeTeam
Bauzaungestaltung EFFEKTE #bzäune13
Bewegungslabor #sglabor
Bodenlose EFFEKTE auf dem Friedrichtsplatz #1tagbodenlos
Domino-EFFEKT?! #domino (immer in Verbindung mit #effekte13!)
Draisinenrennen #Drais13
EFFEKTE-Rallye #erallye
Erfindernacht #Erfindern8
Fest der jungen Forscher #FdjF13
Galerie des Scheiterns #gds13
Karlsruhe klingt – music to go #music2go13
Science Dinner #scienceD
Science Shopping #scienceS
Science Speed Dating #scienceSD
Tribut an Carl Benz #tacb13
Wissenswerkstatt #wissensw13

Die 2.000 ist voll!

15 Apr

Nach 1.041 Tagen und  3.756 Tweets  ist es vollbracht: Wir haben 2.000 Follower! Der ideale Moment, um unseren Followern einmal richtig zu danken:

Ihr seid die Besten! Wir freuen uns, euch in unserer Twitter-Gemeinde zu haben 🙂

Doch wie hat das e2.000 Twitter Followerigentlich alles angefangen mit @KarlsruheTweets? Um diese Frage zu beantworten, mussten wir tief eintauchen ins Twitter-Archiv. Am 10. Juni 2010 ging der erste KarlsruheTweet online. Es war ein RT. Das zeigt: Schon damals ging es uns vorrangig um Interaktion mit anderen Tweetianern und nicht um ein schnödes Hinauspusten von Infos. Doch bis dieses Credo in Form eines Mission Statement schriftlich festgehalten wurde, dauerte es noch ein, zwei Jährchen. Noch am selben Tag wagten wir dann den ersten eigenen Tweet:

„Vom 18.-20. Juni findet das Draisinen-Rennen in der Nordweststadt statt. Schaut doch vorbei!  http://tinyurl.com/342bk5n #draisinenrennen“

Erstaunlich ist, dass dieser Tweet drei Jahre alt ist und gleichzeitig topaktuell. Denn auch in diesem Jahr findet im Rahmen des Stadtgeburtstages 2013 wieder ein Draisinenrennen statt. Und die Roadshows, bei denen alle Neugierigen mal eine Draisine austesten können, beginnen in wenigen Tagen. So schliTeilnehmer bei Draisinenrennen 2012eßt sich der Kreis.

Last but not least möchten wir ganz herzlich unserem 2.000. Follower danken: Er stammt ganz aus der Nähe, nämlich aus Rheinstetten und er kennt sich gut mit Badinstallationen aus. Vielen Dank @ErnstWohlfeilGm für’s Followen!

^vs und ^fp

Die Premiere

30 Nov

Ich gestehe, ich war ziemlich nervös und aufgeregt. Vielleicht sogar aufgeregter als unser Geschäftsführer Norbert Käthler und das obwohl er auf der 4. Social Media Night Karlsruhe einen Vortrag über unsere Social Media Aktivitäten halten sollte und nicht ich. Dieser Vortrag ist die erste Gelegenheit, unsere neue Social Media Strategie einem breiten Publikum vorzustellen. Bisher hatten wir (soweit das im Social Web überhaupt möglich ist) im „Verborgenen“ vor uns hingearbeitet. Doch nun war der richtige Zeitpunkt gekommen, hinter dem Vorhang hervorzukommen und Farbe zu bekennen. Doch wie würden die Social Media Experten Karlsruhes und der Region auf unsere Strategie reagieren? Wie würde unser Mission Statement ankommen? Würden sie uns belächeln oder anerkennend auf die Schulter klopfen?

IMG_9781Die Grundvoraussetzungen des Abends waren suboptimal. Nach einem interessanten Vortrag von Markus Besch von der IT Advantage AG über die Möglichkeiten, im Social Web Geld zu verdienen, kam Richard Gutjahr auf die Bühne. Ja genau, DER Richard Gutjahr, Netzjournalist des Jahres. Nach ihm zu sprechen ist wie… ach, eigentlich würde niemand gerne nach ihm sprechen, wenn es sich vermeiden lässt. Der Mann ist lässig, vortragserprobt und sagt solche Sachen wie „Fernsehen ist wie YouTube, nur kaputt“ oder „Ich will kein schickes fucking Studio“. Außerdem tänzelt er vergnügt vor sich hin, wenn ein Video von ihm läuft und betreib fleißig Bahn-Bashing.

IMG_9788Dann kam unser Chef.

Offen und ehrlich bekannte er gleich zu Beginn, dass er weder auf Facebook, noch auf Twitter oder irgendeinem anderen sozialen Netzwerke aktiv ist.

Die Reaktion folgte prompt:

Tweet Frederik Proß

Das konnten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen:Tweet KarlsruheTweets_starkes Team

Das Social Web stellt das klassische Marketing und insbesondere das Stadtmarketing vor große Herausforderungen, bietet aber auch neue Chancen. An dieser Stelle empfehle ich ein kurzes Video-Statement von Norbert Käthler. Diese Herausforderungen und Chancen haben wir bereits frühzeitig erkannt. Als eines der ersten Stadtmarketings hatten wir bereits 2010 eine Facebook Seite, waren auf Twitter und YouTube aktiv. Doch im März diesen Jahres entschieden wir uns dazu, eine komplett neue Social Media Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Zur Unterstützung haben wir uns Frank Tentler als externen Berater mit an Bord geholt.

Wie sind wir vorgegangen?

Folie Strategie als BildWichtiger Bestandteil unserer Strategie ist das Mission Statement, das unsere Ziele im Social Web definiert und erläutert, wie wir sie erreichen wollen (siehe dazu auch den Blogbeitrag von ^dm). Die Marke als Freund, die Reputation als Erfolg. Das ist unser Credo.

Zur Umsetzung unserer Strategie war es notwendig, unsere Kommunikation zu personalisieren, denn wer unterhält sich schon gerne mit einem anonymen Social Media Team. Deshalb haben wir auch unseren StadtmarkeTeam-Blog gestartet, auf dem wir – frei und individuell – Einblick in unsere Arbeit geben und den Kürzeln hinter den Tweets und Posts ein Gesicht geben.

Ist unsere Strategie erfolgreich? Haben wir uns für den richtigen Weg entschieden?

kredDie Zahlen sagen: ja. Unsere Fan-, Follower- und Klickzahlen sind stark gestiegen. Doch wie lassen sich Reputation und Interaktion messen? Wir setzen auf das transparente Kred, das praktischer- und sinnvollerweise zwischen Influence und Outreach unterscheidet. Hier erzielen wir mit 688/6 einen sehr guten Wert, vor allem wenn man ihn mit dem Stadtmarketing des etwa gleich großen Mannheim (613/4) und dem wesentlich größeren Hamburg (769/5) vergleicht. Außerdem zeigt ein Blick auf die gesendeten und empfangenen Replies, dass bei uns Interaktion und Dialog an der Tagesordnung sind, während die Konkurrenz überwiegend Einbahnstraßenkommunikation betreibt. Doch wir ruhen uns auf den Zahlen natürlich nicht aus. Wir sind noch lange nicht am Ziel.

Belächelt oder beglückwünscht?

Das Feedback (per Twitterwall und persönlich im Anschluss) war zweigeteilt. Zum einen erhielten wir viele positiveRückmeldungen, wie die von @kontermannTweet Ruth Konter-Mannweil

Andererseits hätte das Publikum aber auch gerne mehr Insider Infos aus der Praxis und der täglichen Arbeit mit Social Media bekommen:Tweet MBesch

Doch wir standen ja im Anschluss für Fragen und Diskussionen zur Verfügung:Tweet KarlsruheTweets_Infos erster Hand

Mein persönliches Fazit des Abends:

Meine schlimmsten Befürchtungen sind nicht eingetreten: Wir wurden nicht ausgelacht, ausgebuht oder mit Thai-Suppe beworfen. Im Gegenteil: Herr Käthler konnte mit seinem Vortrag zeigen, dass Stadtmarketing Karlsruhe und Social Web zusammen gehören und dass wir ganz vorne mitspielen wollen. Und das auch Können.
^fp

Hier findet ihr alle Folien der Präsentation: http://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/15426445

Alle Tweets zur 4. Social Media Night zum Nachlesen unter #smcka

Wollen wir Freunde sein? Ja – Nein – Vielleicht

7 Nov

Ob beim Sport, auf einer Party, in der Schule, im Studium, bei der Arbeit oder im Urlaub, die Chance neue Freunde zu finden gibt es im Grunde überall. Aber wie finde ich neue Freunde im Internet, um es genau zu sagen auf Facebook?

Seit Juni 2010 betreue ich die Fanseite „Karlsruhe – unsere Stadt“ auf Facebook. In diesem Fall suche jetzt nicht ich neue Freunde, sondern Karlsruhe. Ich wollte von Anfang an zeigen, dass wir wirklich an echten Freunden interessiert sind. Freunde, die nicht immer unserer Meinung sind, die man auch um Rat fragen kann und mit denen man gemeinsam Karlsruhe erlebt. Hinter einer Stadt stehen Leute, die hier leben, arbeiten und einfach nur Mensch sind. Das zu vermitteln ist gar nicht mal so einfach. Denn der Absender „Stadtmarketing Karlsruhe“ wird nun mal anders wahrgenommen als der Absender „Daniela“. Einem Freund vertraue ich, aber einer Institution, Organisation oder einem Unternehmen begegne ich zuerst mit Skepsis. Man sucht den Haken oder die Bedingung, die an dieses „Followship“ geknüpft ist.

Die Methode „Mit der Tür ins Haus fallen“

Du sitzt gerade am Frühstückstisch. Es duftet nach Kaffee, dein Brötchen knuspert als du die Butter drauf streichst und die Musik passt einfach wunderbar zur Sonntagsstimmung. Es klingelt. Im Moment des Öffnens bereust du bereits, dass du nicht gefragt hast, wer eigentlich rein will. Ein Mensch, den du noch nie zuvor gesehen hast, fällt dir um den Hals, schmeißt seine Jacke in die Ecke und erklärt dir „es gibt Geschenke!“. Und schwuppdiwupp hängt im Bad ein XXL-Handtuch, an der Garderobe eine rote Lorry-Bag, XXL-Tüten sowie einige Capys. Der Kühlschrank wird mit „Karlsruhe – viel vor. viel dahinter.“ Aufkleber tapeziert und deine Kaffeetasse muss der Karlsruhe-Tasse Platz machen. Zu guter Letzt streift dir dieser Mensch ein rotes T-Shirt mit XXL-Schild auf der Brust über den Kopf, setzt sich an den Frühstückstisch, nimmt sich ein Brötchen und strahlt dich an.

Ist das nicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Für mich nicht, für viele Unternehmen und Organisationen schon. Einigen Fan-Seiten auf Facebook sind vor allem möglichst hohe Fanzahlen wichtig. Da werden die Postings beworben und Fans aus dem asiatischen Raum gekauft, obwohl sie den Pinnwandeintrag nicht mal verstehen. Für mich ist das keine Option.

Und hier sind wir bei unserer Mission: Wir suchen Freunde, keine Follower! Unser Social Media Team (Franziska, Elfi und ich) saß einige Nachmittage zusammen, denn ein Mission Statement musste her, unsere Ziele im Social Web. Und die Antwort auf die Frage: Warum sollte jemand unser Freund werden?

Hier unsere Antwort:

„Weil wir Karlsruher – nein Karlsruherinnen (gender ;-)) sind. Und weil uns die Stadt, genau wie unseren Followern, am Herzen liegt. Auch wir gehen in der Mittagspause in den Schlossgarten, auch wir manövrieren täglich um die Baustellen und auch wir warten jedes Jahr gespannt auf die Bekanntgabe des Line-Ups für DAS FEST.

Wir sind gute Freunde. Nachrichten und Anfragen, die nicht beantwortet werden? Gibt es bei uns nicht. Dafür haben wir viele Tipps, die Bilder von der letzten Veranstaltung und immer die neuesten Informationen rund um unsere Stadt. Und wenn wir eine Veranstaltung empfehlen, dann nur, wenn wir sie auch selbst besuchen würden.“

Eine Freundschaft muss wachsen, Vertrauen aufgebaut werden und bestehen. Wie wäre es Karlsruhe als Freund zu haben? Ich finde, auf einen Versuch kommt es an! (dm)

Wollt ihr unser Mission Statement in voller Länge lesen? Dann klickt hier

Wir auf Facebook: Karlsruhe – unsere Stadt